zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 12:16 Uhr

Besinnliches und Exotisches

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Stehende Ovationen gab es für die Gruppe Mobago. Das bekannte Ensemble nahm die Besucher der Christuskirche Niebüll mit auf eine Winterreise in die schönsten Ecken der Welt.

von
erstellt am 16.Dez.2013 | 08:15 Uhr

„Jede Kirche ist anders, die hier hallt ein bisschen nach“, stellte Jonny Möller vom Kammer-Pop-Trio „Mobago“ in der Christuskirche fest. Doch das änderte sich schlagartig. Mit jeder voll besetzten Bankreihe wurde das Nachhallen weniger, und mit Konzertbeginn stimmte auch die Akustik.

Diana Elisa Köhler (Gesang), Jonny Möller (Saxophon, Flöten, Percussion und Gesang) und Fjol von Forbach (Gitarre, Gesang) verzauberten das Niebüller Publikum mit ihrer teils besinnlichen, teils exotischen Weihnachtsmusik aus aller Herren Länder. Hervorragend die dazu passende, von Jonny Möller kreierte und Nils Augustin umgesetzte Lichtshow mit tanzenden bunten Sternen am Kirchengewölbe. Vier große und vier kleine „Tannenbäume“ aus weißen, von Scheinwerfern in den schönsten Farben angestrahlten Tüchern stellten einen stilisierten Märchenwinterwald dar.

Märchenhaft ging es weiter mit wunderbaren Weihnachtsliedern aus vielen Ländern der Erde, gesungen in neun Sprachen. Eindrucksvolle eigene Kompositionen ergänzten das vielseitige Repertoire des Trios mit seinem unverwechselbaren Sound. Die musikalische Weltreise führte zunächst in die frühere Tschechoslowakei mit der Titelmelodie des wohl bekanntesten und schönsten Märchenfilms des 20. Jahrhunderts „Tri Oriesky“ (Drei Nüsse für Aschenbrödel). Wer kennt es nicht, das traditionelle spanische Weihnachtslied „Feliz Navidad“? Auch „Freesenhof“ von Knut Kiesewetter fehlte nicht im Programm. „Alle Jahre wieder“ – mal ganz anders im Rumbastil – wurde von allen gesungen. „Sing Noel“ aus Afrika war - genau wie das Weihnachtslied „Navidadau“ aus Bolivien – zum Weinen schön. „Winterzeit“, aus der Feder von Gitarrenlehrer Fjol von Forbach, versteht sich als eine Ode an die innere Einkehr in der kalten Jahreszeit. Diana Elisa Köhler, angetan wie eine russische Märchenprinzessin mit weißer Fellmütze, weißem Puschelschal und roter Samtjacke, sang das „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach hinreißend schön. Kein Räuspern war zu hören in der Kirche. Hingerissen lauschte das Publikum der phantastischen, vollen, reinen Stimme der Sängerin mit den indischen und italienischen Wurzeln, der die Musik bereits in die Wiege gelegt wurde. Die Mutter war Sängerin, der Vater Jazzgitarrist.

Herausragend auch der Manager von „Mobago“ Jonny Möller. Der Saxophonlehrer an der Kreismusikschule Schleswig-Flensburg und der Flensburger Musikschule wechselte perfekt zwischen Saxophon und einer Reihe von großen und kleinen Flöten. Zwei Zugaben erklatschte sich das Publikum, wobei es „Der Mond ist aufgegangen“ ohne Unterstützung der Instrumente alleine sang.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen