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Besinnliche Momente und ungezügelte Fröhlichkeit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Papierene Fußabdrücke wiesen den Weg auf dem Boden des Gotteshauses, und mehr junge Besucher als erhofft folgten ihnen: Um die 140 Schulabgänger der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au, Lehrer und wenige Eltern feierten in der St. Willehad-Kirche den ersten Abschlussgottesdienst. Gedanken, Wünsche und Ziele wurden formuliert unter dem Motto „Ways of life“.

Bei der Einschulung begleitet ein Gottesdienst den Nachwuchs. Warum sollte das nicht auch bei der Entlassung aus der Schule so sein? Religionslehrer Jens Ossenberg-Engels lieferte die Idee, die Zehntklässler seines Kurses zeigten Begeisterung und nahmen die Erarbeitung eines bunten Programmes in die Hände. „Das ist eine gute Abrundung, das schließt den Kreis“, meinte beispielsweise Frederike Feddersen. Sie stießen auf Verständnis und Unterstützung bei der Kirchengemeinde, der Vikarin Jasmin Donath, dem Kirchenmusiker aus Ladelund, Mirko March, der Schulleitung und dem Lehrerkollegium.

Die Teilnahme am Gottesdienst war freiwillig. „Ich hatte gedacht, wir wären hier nur ein kleiner Kreis“, freute sich Jens Ossenberg-Engels über das große Interesse. Der Schulabschluss sein ein wichtiger Übergang im Leben der Mädchen und Jungen, sagte er und: „Es ist eine bedeutende Station auf dem Lebensweg, erwachsen und selbstverantwortlich zu werden und selbst entscheiden zu können mit Gott als Begleiter.“ Deshalb wolle man das mit einem Gottesdienst in der Kirche feiern, an einem Ort der Ruhe, und darüber nachdenken: „Wie war unser Weg mit Gott?“ Ein kleines Theaterstück erinnerte die Neunt- und Zehntklässer an ihren bisherigen Lebensweg mit der Taufe über die Einschulung bis hin zur Konfirmation. Momente des Besinnens lösten sich ab mit fast ungezügelter Fröhlichkeit: Auf verzerrten Fotos sollten bekannte Gesichter erkannt werden, dann wurde wieder lauthals mitgesungen bei schwungvollen Liedern wie „Laudato si o-mio Signore“. Die Sänger beklatschten sich selbst und honorierten ebenfalls die Leistung des Projektchors mit Lehrern und Schülern.

Symbolisch verglich der Religionslehrer das Leben mit einem Streichholz, der bei Druck einknickt. Doch fest mit einem Nagel umwickelt, passiere nichts: „Mit dem Band der Liebe können wir unser Leben bei Gott festmachen, der sagt: Ich bin bei Dir (Vers Josua 1,9)“. Diese Aussage mit dem bildlichen Gleichnis konnte, wer wollte, unterschreiben. Die Schüler standen dafür gern in der Schlange.

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erstellt am 22.Jun.2016 | 12:44 Uhr

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