Bernhard Vogel besuchte Lecks Seniorenunion

Zu Gast: Bernhard Vogel begeisterte seine Zuhörer.
Zu Gast: Bernhard Vogel begeisterte seine Zuhörer.

shz.de von
14. Januar 2015, 11:58 Uhr

„Wie alt ist der?“, „Wie er seine Kenntnisse rüber bringen kann!“ und „Toll, so einen Mann nach Leck zu bekommen.“ Das waren nur einige Stimmen aus den Reihen der Zuhörer. Sie hatten den Ausführungen von Prof. Dr. Bernhard Vogel gelauscht. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und späterer Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, derzeit Ehrenvorsitzender der Konrad Adenauer-Stiftung, hatte auf seinem Weg von Berlin nach Bonn den nicht gerade kleinen Umweg nach Leck gemacht, um bei der Senioren-Union Leck und Karrharde Station zu machen. Mehr als 90 Mitglieder sowie als Gäste Jürgen Feddersen (Mitglied im Landes- und Bundesvorstand), Astrid Damerow und Klaus Jensen (beide Mitglieder des Landtages), sowie Mitglieder Jungen-Union waren erschienen, wurden vom Vorsitzenden Hans Wilhelm Sievers begrüßt.

Im Rückblick auf die Situation in Europa und Deutschland am Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts vermittelte Vogel den Zuhörern plastisch Abläufe und die daraus resultierenden Folgen für die spätere Bundesrepublik. Vogel erinnerte an die weitsichtigen Politiker, den Franzosen Schumann, den Italiener de Caspari und den deutschen Adenauer, „die das Fundament für ein geeintes Europa so kurz nach Ende des 2. Weltkrieges gegossen haben“. Der Politiker erinnerte an die Montagsgebete in den Kirchen der DDR und zitierte den Leipziger Schriftsteller Erich Loest, der in einem fiktiven Gespräch dreier Stasi-Offiziere einen davon sagen ließ: „Mit allem haben wir bei den Planungen zur Aufrechterhaltung unserer Staatlichen Ordnung gerechnet, nur nicht mit der Kraft von Kerzen und Gebeten.“ Weiter erinnerte der Vortragende an die Zusammenstellung seines ersten Kabinetts im Freistaat Thüringen und an die immensen Leistungen der Menschen im Neuaufbau der Landesorgane in seinem Bundesstaat. Mit Interesse nahmen die Anwesenden seine Ausführungen zur (UN)-Rechtsstaatdebatte der DDR und die Zusammenstellung der neuen Landesregierung in Thüringen zur Kenntnis.

Nur wenige Besucher nutzten die Chance, dem Gastredner Fragen zu stellen. Bernhard Vogel hingegen ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, sich mit den Vertretern der Jungen-Union, darunter deren Kreisvorsitzenden und die Ortsvorsitzende aus Leck, auszutauschen.

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