zur Navigation springen

Beispielhafte Sammelaktion für den jungen Finn aus Leck

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 24.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätten sie nicht machen können: Die Arbeitskollegen aber auch die Kunden der Niebüller Backstube sammelten für Martina und Lars Schoof sowie deren zweieinhalb Jahre jungen Sohn Finn aus Leck eine gewaltige Summe: insgesamt 4758 Euro.

„Nachdem der Artikel im Nordfriesland Tageblatt erschienen ist, haben viele Mitarbeiter mich angesprochen, ob wir was machen können“, berichtet Chefin Tanja Freudenberg-Hansen.

Zur Erinnerung: Finn ist mit einem Hydrocephalus zur Welt gekommen, auch Wasserkopf genannt. Normalerweise fließt dieser „Liquor“ in die äußeren Hirnwasserräume und verteilt sich um das gesamte Rückenmark und das Gehirn, um schließlich wieder vom Blut aufgenommen zu werden. Bei Finn allerdings sind die Hohlräume erweitert, und das Abfluss-System funktioniert nicht selbstständig. Deshalb legten Ärzte eine Drainage von Finns Gehirn in den Bauchraum, auch Shunt genannt. Finn ist blind, wird über eine Magensonde ernährt und braucht manchmal Extra-Sauerstoff. Zur weiteren Behandlung sind Fahrten nach Hamburg in eine Spezialklinik nötig, und hierfür ist ein entsprechendes Fahrzeug erforderlich, das einen Rollstuhl aufnehmen kann.

Chefin Tanja Freudenberg-Hansen: „Martina Schoof begann ihre Ausbildung zur Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei am 1. September 2004 und ist auch nach ihrer Ausbildung in unserem Hause bis zur Geburt ihres Sohnes als Fachverkäuferin beschäftigt gewesen. Zur Zeit hat sie Erziehungsurlaub.“

Das Niebüller Backstuben-Team wollte helfen, aber wie? „Zuerst wollten wir eine Aktion mit Backwaren machen. Allerdings ist es nicht immer so schnell möglich, auch ein gutes Werbepaket zu erstellen. Wir entschieden uns für eine internen Spendenaktion.“ Die Idee war, dass jeder Mitarbeiter eine Arbeitsstunde für Finn spendet. 85 Angestellte waren dabei, gaben verschiedene Summen – von festen Beträgen bis hin zu ganzen Urlaubstagen. „Hier haben wir innerhalb einer Woche intern insgesamt 2872 Euro gespendet. Zusätzlich haben wir im Kundenraum Spendenboxen aufgestellt. Unsere Kunden haben insgesamt nochmal 1886 Euro gegeben. Vielen Dank dafür.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen