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Sommerserie Südtondern : Beifall für Lecks Blumen-Pracht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In loser Folge stellen wir besondere Orte und Aktionen in Südtondern vor – heute das neue Bepflanzungs-Konzept für Leck.

shz.de von
erstellt am 28.Jul.2017 | 12:44 Uhr

Auf dem Platz vor der Alten Apotheke strahlen weiße und rote Geranien um die Wette. Eisbegonien zieren das Erdreich um kugelige Ahorn-Bäume und überhaupt grünt und blüht es in Lecks Ortsmitte wie nie zuvor. Zu verdanken ist dies den Mitarbeitern um Bauhofsleiter Anton Nahnsen. Die Wirkung ihrer Arbeit darf sie stolz machen: Die blühende Pracht wurde auf der Juni-Gemeindevertretersitzung in höchsten Tönen gelobt und von anwesenden Bürgern beklatscht.

Die Gemeinde schätzt sich glücklich, einen Verschönerungsverein mit rührigen Mitgliedern zu haben. Seit 1881, also seit 136 Jahren, haben sie dafür gesorgt, den Ort zum „grünen Herzen Südtonderns“ zu machen. Der Süderholz, Kaiserhain und Osterholz gehen auf das Konto des Vereins, in seine Obhut fiel der alte Augarten, der Hermannshain wurde ebenso angelegt wie Alleen und vieles mehr. Bis heute mögen es weit über 200  000 Bäume gewesen sein, die in Leck gepflanzt wurden. Die neueste „grüne Lunge“ ist der elf Jahre junge Bürgerpark am Kempergraben. Außerdem lugen in jedem Frühjahr knallgelbe Narzissen an den Wegesrändern aus dem Boden und schön anzusehen ist die üppige Blumenpracht am Geländer der Süderbrücke.

Es grünt so grün dank des Verschönerungsvereins. Fein wäre es, dachten sich Bürgermeister Andreas Deidert und Anton Nahnsen, wenn mehr Blühendes den Ort in Farbe tauchen würde. Diese Idee wurde im vorigen Jahr in die Tat umgesetzt. Im Winter hatten einige Bauhof-Mitarbeiter acht Holz-Blumenkübel gezimmert, sie im Herzen der Hauptstraße aufgestellt und bepflanzt. „Das kam gut an“, freut sich Anton Nahnsen. Die Anerkennung hatte die Kübel-Bauer beflügelt, im vorigen Winter wieder Hand anzulegen. Insgesamt 25 dieser quadratischen und rechteckigen Blumengefäße haben nun ihre Plätze gefunden und wollen bepflanzt werden: Im Frühjahr mit Stiefmütterchen, im Sommer mit Geranien und Co., im Herbst mit Heide und Gräsern. Mit Michael Austrup und Jörg Horbach arbeiten zwei gelernte Gärtner im Bauhof. Sie ziehen einen großen Teil der Pflanzen in den beiden Gewächshäusern am alten Klärwerk auf. „Das alte Gewächshaus war einige Zeit außer Betrieb. Wir haben es für diese Anpflanzungen wieder flott gemacht und ein wenig erweitert“, erklärt der Bauhofsleiter. Dort wird beispielsweise im Herbst die Saat für Hornveilchen ausgesät und zugekaufte Jungpflanzen „aufgepäppelt“.

Es lohnt sich, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen: Allein elf Kästen wurden auf dem Platz vor der Königlich Privilegierten Apotheke in Anlehnung an die ehemalige kleine Mauer aufgestellt. Sie dienen als kleine Eingrenzung, der den Platz mit dem Brunnen und den Bänken einladender gestalten soll. Vor dem Pavillon verschönern lilafarbene Bornholmer Margeriten den ampelgesicherten Übergang, Lilien behaupten sich an anderen Straßenübergängen, Rosen entfalten ihre Pracht unter Bäumen wie am Wilhelmsplatz. Schwarze Erde am Straßenrand scheint tabu zu sein, überall leuchtet und blüht es ganz nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“.

All das will gepflegt sein. Michael Austrup und Jörg Horbach haben alle Hände voll zu tun. „Zwei Männer sind ständig damit beschäftigt, die Rabatten und Anpflanzungen und alles Drumherum von der Straße „Tweng“ bis zum „Kaiserhain“ (Allee, Hauptstraße, Flensburger Straße) in Ordnung zu halten“, listet Anton Nahnsen auf. Die Mehrarbeit falle kaum ins Gewicht, betont er: „Das ist eine Frage der Organisation und Technisierung“. Die Verantwortlichen sind sich sicher: „Die ganze Sache lohnt sich. Vielleicht animiert es Geschäftsleute, Gleiches vor ihren Läden zu tun“.  

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