Behindertengerechte Wege gefordert

Vorschlag auf der JHV: Die Gräber sollten künftig auch für Menschen mit Behinderungen besser zu erreichen sein.
Vorschlag auf der JHV: Die Gräber sollten künftig auch für Menschen mit Behinderungen besser zu erreichen sein.

Mitglieder des „Förderkreis Friedhof der Gemeinde Stedesand“ wollen die Ruhestätte weiter optimieren/ Verein sucht Helfer

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15. April 2016, 11:24 Uhr

In der Gemeinde haben sich Bürger zusammengetan und im Herbst 2015 einen „Förderkreis Friedhof der Gemeinde Stedesand“ gegründet. Der noch junge Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Kirchen- und politische Gemeinde bei der Erhaltung und Gestaltung der Friedhofsanlage als Stätte der Trauer und Begegnung nach besten Kräften zu unterstützen. Unter dem Motto „Förderung der Heimatpflege“ wurde dem Förderkreis vom Finanzamt Flensburg inzwischen auch die Gemeinnützigkeit zuerkannt.

Der Friedhof inmitten des Dorfes hat eine ideale Lage. Er stammt aus der Zeit der Kirchengründung um das Jahr 1400. Die Gräber waren zunächst rund um das Kirchengebäude gruppiert. 1870 wurde der Friedhof auf seine derzeitige Größe erweitert und bietet Platz für 400 Grabstellen. Erste Aktion des Förderkreises war die finanzielle Beteiligung an der Errichtung eines Tores an der Südost-Ecke des Friedhofes in Höhe von 970 Euro.

Gleich nach der Gründung wurde Mundpropaganda gemacht und um Mitglieder geworben. Ihre Zahl ist von zwölf bei der Gründung auf mittlerweile 46 gestiegen. Der Mindestbeitrag beträgt zehn Euro jährlich – darf aber auch beliebig höher sein. Beitrittserklärungen liegen in der Kirche aus, können ebenfalls aus dem Internet heruntergeladen werden. Willkommen sind außerdem ehrenamtliche Helfer, die – wo immer es erforderlich wird – zupacken können.

Im Rahmen der Regularien der ersten Jahreshauptversammlung wurde gewählt. Vorsitzender bleibt Bürgermeister Stephan Koth und Schatzmeisterin Margrit Gregersen. Aus den Reihen der Mitglieder kam auch gleich ein Vorschlag: „Die Wege auf dem Friedhof sollten behinderten- und fahrstuhlgerecht ausgebaut werde“, hieß es. „Ist notiert“, reagierte Stephan Koth und schloss die erste Hauptversammlung des Förderkreises bereits nach einer Stunde.

Ihr früher Termin war erforderlich geworden, weil das Finanzamt deren ersten Jahres-und Kassenbericht bis Ende Juni auf dem Tisch haben will. Im Vereinsregister ist der Förderkreis bereits unter der Nummer „VR 2887/Fl 15/291/77124“ eingeschrieben. Mitglied des Ortskulturrings Stedesand ist er auch schon. Und: Angesichts der stark im Wandel befindlichen Beerdigungskultur sehen sich politische und Kirchengemeinde Stedesand mit ihrem Förderkreis auf gutem Wege, angemessen reagiert zu haben. Nur: Es müssen sich noch mehr Bürger aus dem Dorf beteiligen, wie es übrigens in früheren Zeiten der Fall war, als es auch in Stedesand üblich war, dass jede Familie ihre Grabstätte auf dem Friedhof hatte.

BU 4234: Der Stedesander Friedhof

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