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Green Screen in Leck : Begeisternde Naturfilm-Vielfalt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wer beim Publikum den Schnabel oder die Schnauze vorn hat, wird erst die Preisverleihung am 6. September zeigen.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Die Naturfilme des Green-Screen-Festivals haben in Südtondern viele Fans. Sobald feststand, dass die Filmtournee im Lecker Deli-Kino Station macht, war die Nachfrage groß. Gestern war dann der Abend der Naturfilmstars gekommen: „Wildes Baltikum – die Küste“, „Planet der Spatzen“, und „Kleiner Langschläfer hellwach – die Haselmaus“ lauten die Titel der drei Filme, die um den mit 1000 Euro dotierten Preis wetteifern, der vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) verliehen wird. Entscheidend ist dabei die Gunst des Publikums, das in diesem Jahr bei insgesamt 15 Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein über seinen Lieblingsfilm abstimmen kann.

Die sh:z-Tournee machte bereits zum zweiten Mal Station im Leck. Etwa 160 Kinobesucher hatten sich eingefunden, darunter zum Beispiel auch die „Montagsgruppe“ des Klintumer Sportvereins. Die Riege älterer Damen trifft sich an jedem Montag – für das Naturfilm-Kino hatte Elke Enke schon frühzeitig Karten reserviert: „Wir haben uns schon lange auf diesen besonderen Abend gefreut.“

„Es freut mich, dass Green Screen für unsere Leser mittlerweile zur festen Tradition geworden ist“, sagte Sibylle Bremer, Redaktionsleiterin des Nordfriesland Tageblatt. „Viele Gesichter aus dem Publikum habe ich auch schon in den Jahren zuvor gesehen.“ Dabei galt ihr Dank ganz besonders Kinobetreiber Michael Jessen, der erneut seine Räume kostenlos in den Dienst der Naturfilme gestellt hat. Das internationale Naturfilmfestival Green Screen wird vom 4. bis 8. September zum achten Mal in Eckernförde stattfinden. Dabei werden mehr als 80 Werke von Naturfilmern aus aller Welt präsentiert. Das Besondere an Green Screen ist, dass das Festival auf ehrenamtlicher Basis von einem Förderverein organisiert wird, wobei inzwischen die Zahl der Sponsoren stark zugenommen hat. Auch Irene Ulrich, die gestern als Vertreterin von Green Screen nach Leck gekommen war, gehört zu den rund 100 Ehrenamtlichen, ohne die diese Veranstaltung nicht stattfinden könnte. „Heute Abend sind Sie wichtig, Sie sind die Jury“, erinnerte sie die erwartungsvollen Zuschauer.

Die erlebten dann hautnah als ersten Film den „Planet der Spatzen“. Die brillanten Bilder des Filmteams um den Österreicher Kurt Mayer zeigten eindrucksvoll, wie Spatzen sich an die Welt der Menschen anpassen und sich selbst mitten auf dem New Yorker Broadway „ihre eigene Natur“ schaffen. Während sie zum Beispiel auf den Basaren der ägyptischen Hauptstadt Kairo immer reichlich Nahrung finden, dafür jedoch sichere Nistplätze rar sind, müssen ihre Verwandten im russischen Winter gegen das Verhungern kämpfen und erstaunliche Kreativität bei der Futtersuche beweisen.

In „Kleiner Langschläfer hellwach“ begleitete Filmemacher Joachim Hinz die selten gewordene Haselmaus mit der Kamera. In eindrucksvollen Aufnahmen wird das Leben der scheuen Nagetiere gezeigt, die eigentlich gar keine Mäuse sind, sondern zur Familie der Siebenschläfer gehören und sich gegen Feinde wie Eulen oder Wiesel behaupten müssen. Nahrungssuche, Aufzucht der Jungen – die Zuschauer kamen dem Leben der Haselmaus ganz nah. In „Nebenrollen“ traten unter anderem Eichelhäher, Wildschweine und ein Golfspieler auf, der einer Haselmaus durch einen besonderen Schlag das Leben rettet.

Beeindruckende Bilder bot auch der Film „Wildes Baltikum – Die Küste“ von Christoph und Almut Hauschild. Wildpferde, die in Zeitlupe miteinander kämpfen, oder eine Kegelrobbe, die einen Tauchgang zu einem Schiffswrack auf dem Ostsee-Grund wagt – die Aufnahmen ermöglichten den Zuschauern neue Einblicke in die Küsten-Tierwelt von Lettland, Estland und Litauen.

Diese Naturfilm-Vielfalt machte es dem Publikum am Ende der Vorstellung nicht leicht, sich für nur einen Favoriten zu entscheiden. „Am liebsten würde ich alle drei Filme ankreuzen“, meinte eine Zuschauerin, als sie den Stimmzettel ausfüllen sollte. Welcher Film die Kino-Gäste an den 15 Aufführungsorten am meisten begeistert hat, wird erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben, die am 6. September auf Gut Altenhof bei Eckernförde stattfinden wird.

www.greenscreen-festival.de.

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