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Neue Helferinnen : Begegnungsstätte kann fortbestehen

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Werbetrommel wurde kräftig gerührt, um wieder genügend freiwillige Helfer für die Arbeit in der Niebüller Einrichtung zu finden.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2014 | 11:47 Uhr

Über dem Fortbestand der bisher so erfolg- und segensreichen Begegnungsstätte an der Friedrich-Paulsen-Straße hing zeitweilig ein Fragezeichen. Nachdem im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Helferinnen aus der evangelischen Kirchengemeinde aus Alters- und gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war und bei der Arbeiterwohlfahrt nur noch zwei Kräfte zur Verfügung standen, hegte Gudrun Loske Zweifel, ob die Begegnungsstätte wie bisher weitergeführt werden kann.

Grudrun Loske ist Vorsitzende der AG Begegnungsstätte, einer Einrichtung, die vor über drei Jahrzehnten ins Leben gerufen wurde und im ehemaligen Mädchenheim der FPS auf Anhieb zu einer erfolgreichen Adresse geworden ist. Der AG gehören die Caritas, evangelische Kirche Awo und das DRK an. Die Vorsitzende kann jetzt jedoch aufatmen. Nach mehreren Aufrufen in der Zeitung und der kirchlichen Postille meldeten sich Frauen, die helfen wollen. „Jetzt haben wir wieder 34 Helferinnen beisammen“, meldet Gudrun Loske und gibt zu, erfreut und erleichtert zu sein.

Die Begegnungsstätte sei nur mit genügend ehrenamtlichen Helferinnen in gewohnter Weise zu führen. Jede der genannten Einrichtungen betreut und gestaltet alle vier Wochen drei Nachmittage. „Wenn genügend Frauen zur Verfügung stehen, dann sei auch der Zeitaufwand für die einzelne Helferin überschaubar“, erklärte die Vorsitzende. Aus dem Jahresbericht geht hervor, dass die Begegnungsstätte im vergangenen Jahr von 2784 älteren Gästen besucht wurde. Für ihre Betreuung leisteten die Helferinnen 1190 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Die Programmnachmittage (jeweils am Dienstag angeboten), erwiesen sich als besonders beliebt und attraktiv und lockten zusammen 1472 Besucher an – pro Nachmittag zwischen 35 und 40 Gäste. „Unsere Besucher würdigten diese mit viel Arbeit verbundenen, jedoch auch mit viel Liebe gestalteten Nachmittage mit Lob und Anerkennung.“ Neu im Angebot der AG ist das Demenz-Café. Angehörige Demenzkranker werden über das Leiden informiert, auf anstehende Probleme vorbereitet und bei der Pflege ihrer dementen Angehörigen unterstützt. Alle zwei Wochen treffen sich Demenzkranke mit ihren Angehörigen zu einem Kaffeenachmittag in einer Runde, in der gesungen, gespielt und eine fröhliche Gemeinschaft gelebt wird, die allen Mut machen und Kraft geben soll.

Die sonstige Angebotspalette in den Räumen der Begegnungsstätte ist gut bestückt. Angeboten werden unter anderem auch Yoga, QiGong, Kneippsche Tipps und Bridge. Der friesische Singkreis trifft sich zum Üben. Die Anonymen Alkoholiker treffen sich. Damit seien die Räume auch gut genutzt, sagt Gunhild Loske.

Die unter dem damaligen Namen „Altentagesstätte“ gegründete Einrichtung besteht seit 1978. Älteste Gruppe in der Begegnungsstätte ist der von 30 Jahren gegründete Seniorentanzkreis des DRK. Beim jüngsten Neujahrsempfang wurde Gunhild Loske mit Verleihung der städtischen Verdienstmedaille geehrt. „Ich habe diese Auszeichnung der Stadt für meine Helferinnen in Empfang genommen“, sagte die Vorsitzende. Nicht zu vergessen sei, dass die AG Begegnungsstätte auch öfter mal unterwegs und nicht nur ans Haus gebunden ist. In dieser Woche wurde das Naturkundemuseum besucht.

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