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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 23:28 Uhr

Begegnung der Nationen

vom

32. Internationaler Kursus in der Nordsee Akademie mit Vorträgen und Exkursionen

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Leck | "Ich freue mich, dass Sie die weite Reise gemacht haben, um uns und unsere Kultur kennenzulernen", sagte Rüdiger Skule Langbehn. Der Bürgermeister empfing die jungen Gäste im Rathaus und sprach bewusst ein wenig langsamer, um verstanden zu werden: Aus zehn verschiedenen Nationen kommen die 17 Teilnehmer des 32. Internationalen Kurses der Nordsee Akademie.

Seit wenigen Tagen weilen die jungen Frauen und Männer in der "schönsten Akademie im Lande", wie Langbehn ihnen versicherte, und werden drei Wochen unter einem Dach leben. Sie sind zwischen 17 und 25 Jahre alt, ihre Heimat ist Russland, Usbekistan, Georgien, Marokko, Mazedonien und Weißrussland. Nach langen Jahren sind Finnland und Frankreich wieder und erstmals Pakistan vertreten. Die Gemeinde Leck ermöglicht es, dass erneut zwei Teilnehmer aus der litauischen Partnerstadt Birstonas ihre Koffer für Leck packen konnten. Das "bunt gemischte Volk" spricht ausnahmslos Deutsch, die jungen Menschen sind Schüler, Studenten oder stehen bereits im Beruf. Eine Französin aus der Niebüller Partnerstadt Gien lehrt beispielsweise an einer Schule.

Ziel des Internationalen Kurses bleibt nach wie vor, den europäischen Gedanken und das gegenseitige Verständnis zu fördern. In Vorlesungen, Diskussionen und Seminaren wollen sie mehr über die deutsche Kultur, Musik und Geschichte im Vergleich mit anderen europäischen Ländern erfahren.

Auf dem Programm stehen außerdem Begegnungen mit Menschen aus der Region sowie Exkursionen. So werden sie morgen beispielsweise eine Halligtour unternehmen, in der nächsten Woche mit Schülern der Europa-Klasse in Niebüll und mit Schülern der Duborg Skolen in Flensburg zum Thema "Grenzland/Minderheiten" sprechen. Ein Besuch des Landtages in Kiel steht an, Gäste sollen bewirtet werden und vieles mehr. Leck haben die jungen Europäer bereits auf einer Rallye erkundet, dabei informierten sie sich über Einrichtungen und Sehenswertes.

Einen Exkurs über den alten Marktort gab Rüdiger Skule Langbehn. Er plauderte über die Historie, über Verwaltung, Politik, Land und Leute. Der Bürgermeister klammerte zwei große Sorgen nicht aus: "Wir wehren uns dagegen, dass das Finanzamt abgezogen wird und wir müssen den von der Bundeswehr nicht mehr genutzten Flugplatz wieder beleben und Arbeitsstellen schaffen." Ganz deutlich stellte er heraus: "Hier müssen junge Menschen her, sonst werden wir zum Armen- und Altenhaus."

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