Bedarf steigend: Geriatrie in Husum hat mehr Betten

Patient Andreas Carstensen schneidet das rote Band durch - damit ist die Abteilung offiziell um neun Betten erweitert. Foto: hn
Patient Andreas Carstensen schneidet das rote Band durch - damit ist die Abteilung offiziell um neun Betten erweitert. Foto: hn

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05. Oktober 2011, 08:36 Uhr

Husum | Mit einem kleinen Festakt ist in der geriatrischen Abteilung der Klinik Husum die Erweiterung um neun Betten gewürdigt worden. Anfang 2009 war die Station mit 20 stationären Betten und zwölf tagesklinischen Plätzen eröffnet worden - und "schon kurz danach permanent an der maximalen Belegungsgrenze", wie der Chefarzt der Abteilung für "Altersmedizin", Dr. Ludolf Matthiesen, in Erinnerung rief. Daher sei eine Aufstockung der Betten dringend erforderlich gewesen.

Dieser stand dann auch nichts mehr im Wege, nachdem das Land Schleswig-Holstein die zusätzlichen neun Betten im Landes-Krankenhausplan bewilligt hatte. Die Erweiterung ist mit Eigenmitteln des Klinikums realisiert worden.

Seit Anfang 2011 gehört die Fachabteilung außerdem zum Bundesverband für Geriatrie (Berlin). Dafür hatte das Husumer Team ein Aufnahmeverfahren zu absolvieren: Alle geforderten Qualitätsstandards in räumlicher und personeller Hinsicht wurden voll erfüllt. Durch die Mitgliedschaft im Bundesverband profitieren die Mitarbeiter der Geriatrie von einem umfassenden Informationspool zu aktuellen Projekten, Veranstaltungen und Fortbildungsprogrammen.

Das musikalische Rahmenprogramm bei der Einweihungsfeier bestritt die Gruppe "Les Trois" aus Husum, die mit Akkordeon, Kontrabass und Gitarre die Zuhörer sogar zum Mitsingen begeistern konnte. Nachdem Andreas Carstensen, ein Patient der Geriatrie, ein rotes Band durchschnitten hatte, erhielten die Gäste die Möglichkeit, sich besonderen Fotos zu widmen. Der Diplom-Designer und Altenpfleger Clemens Funk präsentiert noch bis zum 31. Oktober in der geriatrischen Abteilung unter dem Titel ". . . von Schrumpelschnecken, Faltenkönigen & Clemens" Bilder von Pflegebedürftigen, die er in häuslicher Umgebung aufgesucht hatte. In Interaktion mit dem Fotografen sind Motive entstanden, die trotz der Gebrechlichkeiten der Porträtierten für Lebensfreude stehen, manchmal skurril wirken, aber immer respektvoll sind.

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