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Nordfriesland Tageblatt

17. August 2017 | 03:37 Uhr

Bauprojekte und Willkommenskultur

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mehr als 100 Neukirchener Senioren ließen sich von Bürgermeister Peter Ewaldsen über neue Entwicklungen im Dorf informieren

Anke Asmussen, Vorsitzende des Sozialausschusses in der Gemeindevertretung, hatte eingeladen – und 100 Neukirchener „Ü 60“ kamen in die Gaststätte Rasch. Sie wollten nicht nur wissen, was es Neues in der 1250-Seelen-Gemeinde gibt. Sie hatten auch eine „ganze Latte“ Anliegen auf dem Herzen und fragten Bürgermeister Peter Ewaldsen förmlich an die Wand.

Doch bevor der dienstälteste Bürgermeister im Amt Südtondern informierte, antwortete und – eloquent wie immer – auch dies und das zur Unterhaltung beitrug, gab es die übliche Kaffeetafel. Gemütlichkeit musste sein. Und bei der Tasse Kaffee war auch kurz Gelegenheit zu einem Plausch mit Mitbürgern, die man im gesegneten Lebensalter seltener sieht, weil es im Dorf von heute mit der Mobilität so eine Sache ist.

Was gab’s also Neues? Der Bürgermeister hatte jüngst vor der Gemeindevertretung eine Jahresbilanz gezogen und kostenträchtige Projekte aufgelistet wie das Schwimmbad, Stadion, das Deich- und Sielmuseum sowie den Broder-Nissen- und Gartenweg. Es gebe noch weitaus mehr zu tun, wie er am Beispiel der Dorfstraße erklärte, die als „L 6“ dem Land gehört. Mit Gemeindevertreter Thomas Dose stellte er den Dorf-Kümmerer vor und die zweimal wöchentlichen Sprechtage im Haus der Vereine“, in dessen Erdgeschoss sein Bruder Lorenz stumme Zeugen der Vergangenheit aufbewahrt und hütet.

Ein Wort galt auch der auf das Land und seine Kommunen zukommenden Völkerwanderung in einer noch nicht abzuschätzenden Größenordnung. Abgesehen von den zu erwartenden Problemen der Unterbringung und Integration wirke der Zuzug von Flüchtlingen – vor allem von Familien – dem demografischen Wandel entgegen. „Gott sei Dank, dass wir eine stabile Regierung haben – mit den richtigen Leuten am richtigen Platz.“ Beeindruckt äußerte sich Ewaldsen von der deutschen Willkommenskultur. „Wir sollten bereit sein zu helfen“, blickte er in die Runde, die nun mit ihren Anliegen „zur Sache“ kam. Nachfolgend einige Beispiele, Einwürfe und Ratschläge:

❍ „Ruft uns an, wenn ihr mal mitgenommen werden wollt – zu Veranstaltungen oder sonst wohin“, riet Kümmerer Thomas Dose.
❍Im Rahmen des Wiedingharder Entwicklungskonzepts ist ein größeres Wohnprojekt in Klanxbüll geplant. „Warum nicht in Neukirchen, wo doch reilich Bauland zur Verfügung steht?“, wurde gefragt.
❍Wer alleine ist und sein Haus verkaufen will, kann sich an die Gemeinde wenden.
❍Eine Neubürgerin: „Ich bin neu hier und habe bei der Gemeinde angerufen und um Infos gebeten. Auf eine Antwort warte ich heute noch.“
❍„Wir werden kämpfen müssen“, heißt es zur Aufrechterhaltung der Krankenhausversorgung.
❍Die Radwege rundum sind teilweise nicht in bestem Zustand.
❍Die schmucklosen Stromkästen am Straßenrand könnten eine „Bemalung“ vertragen.
❍Das Ehrenmal liegt im Schatten hätte mehr Licht verdient.
❍ „Kann uns jemand mit der IT-Welt vertraut machen und zeigen, wie man eine SMS schreibt und das Handy bedient?“
❍Zu guter Letzt wurde mitgeteilt, dass sich der Niebüller Fahrlehrer Hansen bereit erklärt hat, zu einer „Nachhilfestunde“ nach Neukirchen zu kommen.


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erstellt am 17.Sep.2015 | 11:23 Uhr

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