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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 01:29 Uhr

Bauprojekte für zwei Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Risum-Lindholm investiert in einen Kunstrasenplatz für den örtlichen Sportverein und den Bau eines Kindergartens im Ortsteil Risum

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2016 | 16:49 Uhr

Wie geht es weiter in der Gemeinde? „Diese Frage wollen wir auf einer nicht öffentlichen, fraktionsübergreifenden Sitzung beantworten“, erklärte Bürgermeister Hauke Christiansen, obwohl einige Bauvorhaben noch nicht abgeschlossen und voll im Gange sind. In der Klausur soll über zwei größere Projekte beraten werden: den Bau eines Kunstrasenplatzes für den örtlichen Sportverein und eines Kindergartens im Ortsteil Risum. In diesem Zusammenhang soll auch die finanzielle Situation erörtert werden, weil beide Vorhaben zusammen etwa zwei Millionen Euro kosten würden.

Die Gemeindevertretung sei sich darin einig, dass etwas für den Sportverein Frisia 03 getan werden muss. Die Hälfte der 1700 Vereinsmitglieder ist im Fußball aktiv, der mit dem Handicap leben muss, dass die Plätze oft zwischen Oktober und März wegen des Wetters unbespielbar sind. Gedacht sei an einen Kunstrasenplatz wie in Niebüll. Angelegt werden könnte er auf einem der beiden Spielfelder in Risum. Auch stellt sich die Risumer Kindergartenfrage – einerseits weil die Gemeinde weiter wächst, andererseits weil das Kindergartengebäude baufällig ist. Zunächst sei daran gedacht worden, die im nächsten Jahr freiwerdende Herrenkoogschule als Kindergarten zu nutzen. Doch davon sei nun keine Rede mehr. Der alte Kindergarten würde abgerissen, auf seinem Platz der Neubau errichtet und die Kinder während der Bauzeit auf mehrere Standorte verteilt.

Unter diesen beiden Vorhaben soll der normale Betrieb in der Gemeinde nicht leiden, beteuerte der Bürgermeister. Die Gemeinde erfreue sich einer gesunden Finanzlage und habe die Bauvorhaben und Anschaffungen im vergangenen und in diesen Jahr schuldenfrei geschultert. „Das möchten wir auch mit den noch anstehenden Aufgaben so halten“, wünscht sich der Bürgermeister. Er blickt allerdings schon mal in die Zukunft, weil in absehbarer Zeit einmal Schluss mit dem Gewerbesteuerzufluss aus den vier örtlichen Windparks sein wird und dann „nur noch“ mit der Gewerbesteuer aus dem in Dorf allerdings stark vertretenen Handwerk gerechnet werden kann. „In diesem Jahr haben wir einiges begonnen“, blickt der Bürgermeister auf eine stattliche Liste mit Bauvorhaben. Zwischen dem Baugebiet Meelenwäi und dem Holme deutet er auf die neue Leitung und ein Pumpwerk hin, durch die Abwässer zu den Klärteichen im Kohldammer Koog geleitet werden. Dieses Vorhaben erfolgt in Regie von Drei Harden, das seit 2008 die Abwässer der Gemeinde entsorgt.

Im Baugebiet Brede wird der 2. Bauabschnitt erschlossen. In Abschnitt 1 seien die ersten Wohnhäuser gerichtet. Abschnitt 2 kann im Herbst bebaut werden. Vorgesehen sind dort der Ausbau der Steege zwischen Feuerwehr und Deezbüller Straße sowie Parkplätze für die Feuerwehr und Kirchenbesucher. Zwischen dem Bahnübergang und Klockries wird der Grutstich auf vier Meter Breite mit einem Fußweg an der Westseite ausgebaut.

Und für ein Kostenvolumen von 80  000 Euro soll ein Teil des 100 Kilometer langen Feldwegenetzes erneuert oder instandgesetzt werden. Aktuell ist der Mooringer Wäi jetzt fertig und ein Schmuckstück geworden, wie der Bürgermeister betont. An den Kosten von 110  000 Euro sind die dortigen Bewohner mit 25 Prozent Anliegerbeiträgen beteiligt. Fertig bis auf kleine Restarbeiten ist das Gemeindehaus am Meelenwäi. Die Wohnung im Gebäude ist für den Vikar vorgesehen, der Saal wird an die Kirchengemeinde vermietet – als Ersatz für das Lindholmer „Ex-Pastorat“ an der Dorfstraße.

Die Herrenkoogschule im Ortsteil Risum geht in ihr letztes Schuljahr, steht aber ab Sommer 2017 keineswegs leer. Die vier Klassenräume sollen weitergenutzt und der gesamte Gebäudekomplex mit Leben erfüllt bleiben. Für die 40 bis 50 Kinder aus Risum, Maasbüll, Dagebüll und dem Herrenkoog ist ein Schülerbus geplant. Die Nis-Albrecht- Johannsen-Schule Lindholm – dann unter der Leitung von Rektorin Arngard Janiesch – zählt dann etwa 150 bis 160 Schüler.

Wie gesagt: die „sonstigen“ Aufgaben der Gemeinde werden durch den temporären Bauboom nicht beeinträchtigt. Bürgermeister Christiansen äußert sich zufrieden darüber, dass die Bauvorhaben 2015/16 ohne Verschuldung bewältigt wurden. „Ich bin sicher, dass die jetzt auf uns zukommenden Investitionen zu schaffen sind“, sagt er. Bei seinem Amtsantritt zählte die Gemeinde 3581 Einwohner. Mittlerweile sind es (Stand heute) 3762 –Tendenz steigend.

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