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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 04:28 Uhr

Baugebiete als größter Kosten-Posten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Süderlügum will im kommenden Jahr rund 1,8 Millionen Euro investieren / Gebühr für Schmutzwasserbeseitigung wird erhöht

von
erstellt am 18.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Investitionen von knapp 1,8 Millionen Euro, ohne Kreditaufnahme, plant die 2301 Einwohner zählende Zentralorts-Gemeinde Süderlügum im kommenden Jahr. Das berichtete der Finanzausschussvorsitzende Momme Jürgensen bei der Vorstellung des Haushaltsplanes 2016 während der jüngsten Gemeindevertretersitzung in der Sportlerklause. Dabei bilden die Kosten für Grunderwerb und Erschließung der neuen Bau- und Gewerbegebiete mit gut 1,4 Millionen Euro die größten Posten.

Für die im Laufe der Sitzung einstimmig beschlossene Sanierung und Erneuerung der Oberflächenwasserrohrleitung mit Trassenführung von der Norderstraße bis zum Weg „Zur Heide“ sind nach 50  000 Euro in 2015 nochmals 150  000 Euro für das kommende Haushalts-Jahr eingestellt. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED wird voraussichtlich 40  000 Euro und die Anschaffung eines neuen Gemeindefahrzeuges für den Bauhof 30  000 Euro kosten. Bei Erträgen von gut 3,5 Millionen Euro schließt der Ergebnisplan 2016 mit einem Jahresfehlbetrag von 28  600 Euro ab. Bei gleich bleibenden Hebesätzen für die Grundsteuern A und B von 300 Prozent und Gewerbesteuer mit 380 Prozent bilden die Steuereinnahmen mit 2,34 Millionen Euro die Haupteinnahmequelle, wobei alleine die Gewerbesteuer nochmals auf 1,28 Millionen ansteigen wird. Dazu kommen allgemeine Schlüsselzuweisungen von 308  000 Euro und Sonderschlüsselzuweisungen als Zentralsortsgemeinde von 318  000 Euro. Bei den Ausgaben schlagen die Umlagen für Gewerbesteuer, Kreis und Amt mit gut 1,5 Millionen Euro zu Buche. Die Kosten für Schulen und Kindertagestätten belaufen sich auf zusammen 837  000 Euro und die Personalkosten für die 5,89 Beschäftigen (inklusive Teilzeitkräfte laut Stellenplan) der Gemeinde betragen 283  000 Euro. Hier war bereits ein zweiter Vorarbeiter eingestellt worden. Alle Beschäftigen erhielten von Bürgermeister Christian Magnus Petersen ein besonders Lob: „Unser schönes Dorf ist sehr gut gepflegt!“

Die Kanalisationen müssen kostendeckend arbeiten. Deshalb muss die monatliche Grundgebühr für die Schmutzwasserbeseitigung von bisher sieben auf 8,50 Euro pro Monat angehoben werden. Dazu mahnte der Bürgermeister: „Feuchttücher gehören nicht in die Toiletten!“ Denn diese verstopfen die Anlage und deren Beseitigung kostet Zeit und Geld, was auf die Anlieger umgelegt werden muss.

Der von der örtlichen Wehr eingereichte Feuerwehrbedarfsplan sieht eine dringende Erweiterung des Gerätehauses vor, mit anschließender Fahrzeugneu- und Ersatzbeschaffung in einem Zeitfenster von 2016 bis 2020. Der Plan wurde von der Gemeindevertretung voll anerkannt. Für 2016 sind 15  000 Euro als Planungskosten für den Anbau eingestellt.

Das neue Gewerbegebiet und die dortige Straße trägt die alte Flurbezeichnung „Kerstenshamm“ als Namen. Wie der stellvertretende Bauausschussvorsitzende Dieter Lorenzen mitteilte, sind die Arbeiten gut im Plan. Die bauausführende Firma hat jedoch von Weihnachten bis zum 25. Januar Betriebsferien.

Die seinerzeit in der Sandfenne von der Gemeinde gestiftete, gerade von der älteren Bevölkerung viel genutzte, Holzbrücke ist marode und schon längere Zeit gesperrt. Diese wird nun zeitnah im Frühjahr abgerissen, der Graben auf gut zwei Meter verrohrt, aufgefüllt und als Überweg gepflastert.







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