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Neue Pläne : Bald wird auf dem Eulenplatz geparkt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Erweiterung des Niebüller Marktplatzes um die Fläche an der Südtondernhalle sorgte in der Vergangenheit für viele Diskussionen. Jetzt sind sich die Bauausschussmitglieder einig:

Die Eulen an der Südtondernhalle sind umgezogen, jetzt kann es losgehen. Auf der an der Südtondernhalle angrenzenden Fläche entstehen zusätzliche Parkplätze, um, und das ist wichtig, den ständig überfüllten Marktplatz ein wenig zu entlasten. Aber: Wie viele? Und wo wird die Zufahrt sein? Von der Lornsenstraße oder vom Marktplatz aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses.

Arne Ebberg vom Amt Südtondern hatte gleich fünf Varianten im Gepäck. Sie zeigten auf, was sich aus dem Areal, bei unterschiedlicher Anordnung der Abstellflächen, so alles machen lässt. Als Bemessungsfahrzeug für die Berechnungen diente ein neues VW-Passat-Modell. Thomas Uerschels (SPD) meldete bezüglich der Breite von 3,50 Meter pro Parkfläche Bedenken an: „Die Fahrzeuge werden nicht kleiner, und die Fahrer nicht jünger. Er plädierte für breitere Aufstellfelder. Bettina Fritzsche (CDU) wollte sich da auf keine Diskussion einlassen: „Wer mit einem größeren Fahrzeug ankommt, muss eben auf dem großen Parkplatz stehen.“

Variante 1 ermöglichte das Abstellen von 20 Fahrzeugen. Nachteil: Es bleibt fast kein Grün übrig. Sprich, Sträucher, Grasflächen und Bäume würden größtenteils verschwinden. Anders die von den meisten der Anwesenden favorisierte Variante 2: 17 Stellflächen, und die Bäume können auch stehen bleiben. Die Low-Budget-Version, sprich die preiswertere Variante 3, ermöglicht gerade einmal noch 14 Fahrzeugen das Parken, bei Variante 4 bliebe im Grunde genommen alles beim Alten (13 Stellfläche). Variante 5 gestattet unter Umständen 18 Fahrzeugen das Parken, allerdings nur nach entsprechenden, gewagten Wendemanövern.

Knackpunkt und daher heftig diskutiert wurde die Frage der Zufahrt. „Anwohnerschutz“ forderte Sieghard Schmanteck (SPD) und machte sich Sorgen, die in den nahe gelegenen Häusern auf der anderen Straßenseite lebenden Bürger kämen nicht mehr zur Ruhe. Bert Bruhn (CDU) favorisierte die Zufahrt vom großen Marktplatz aus. Und: „Die Grünflächen und Bäume zur Lornsenstraße müssen als Sichtschutz unbedingt erhalten bleiben.“ Arne Ebberg gab zu bedenken, dass niemand der Sporthallen-Nutzer von der Tondernstraße, hier liegt nämlich der Haupteingang, den Umweg über den großen Parkplatz wählen würde, nur um sein Auto abzustellen („Der Weg ist zu lang“). Während er die näher gelegene Zufahrt über die Lornsenstraße für notwendig hielt, machte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Schmidt (SPD) deutlich, die neu zu schaffende Parkfläche sei als Teil des Marktplatzes zu sehen und keinesfalls dazu gedacht, den Nutzern der Südtondernhalle das Leben zu erleichtern. Bürgermeister Wilfried Bockholt sah es ebenso. Er erinnerte an das Thema der Gesamt-Diskussion „Erweiterung des Großparkplatzes“ und appellierte an die Nutzer, die Bequemlichkeit einmal außer Acht zu lassen: „Es sind keine großen Wege.“

Im Laufe der Diskussion wurde deutlich: Der Grünstreifen entlang der Südtondernhalle verschwindet. Drei Bäume müssten weichen, das Unterholz wird gestutzt, die Bepflanzung entlang der Lornsenstraße („Sie ist nichts mehr wert“) wird durch einen neuen, höheren Bewuchs ersetzt. Die Zufahrt über den Marktplatz sei mit vier Metern breit genug, erklärte Arne Ebberg. Auf Anfrage ergänzte er, es sei technisch möglich, die in Sichtweite befindliche Sani-Station, hier können die Wohnmobilisten ihre chemischen Toiletten entleeren, zu verlegen. „Die stinkt jeden Tag“, erklärte Lorenz Jessen (SSW). So hätte er es bei Spaziergängen erlebt und von Anwohnern bestätigt bekommen. Als neuer Standort kommt die kleine Fläche zwischen grüner Hecke und Heizgebäude an der Schwimmhalle (Wohnmobilstellplatz) in Frage.

Am Ende einigten sich die Anwesenden auf eine Kompromisslösung, basierend auf Variante 2: 17 Parkplätze, einzige Zufahrt vom Marktplatz aus, Schließung der Zufahrt Lornsenstraße, möglichst viel Grün erhalten, Optimierung der Stellflächen, Sicker-Pflasterung, Verlegung der Sani-Station – und das Ganze zeitnah. 81000 Euro sind im Haushalt bereitgestellt. Die Verlegung der Sani-Station kostet extra.

 

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erstellt am 12.Sep.2013 | 00:34 Uhr

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