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Schimmbad in Leck : Bad-Sanierung im großen Stil

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In diesem Jahr stehen besonders große Arbeiten an – Mitte August soll das Schwimmbad wieder öffnen.

Kein Wasser – keine Besucher. Seit Ende Juni hat das Erlebnisbad in Leck geschlossen, gähnende Leere herrscht aber nicht: Facharbeiter und das Mitarbeiterteam sind vollauf mit Reparatur- und Reinigungsarbeiten beschäftigt. Hinzu kommen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Badebetriebsleiter Thomas Neidt rechnet damit, dass die Freizeiteinrichtung Mitte August wieder geöffnet hat.

„Wir machen das Bad frisch für Sie!“ Dieses Versprechen ist nicht ungewöhnlich, schließlich steht eine Inspektion jedes Jahr im Sommer an. Meist dauert es drei Wochen, bis alles durchgecheckt, kleinere Reparaturen erledigt und alles wieder blitzeblank geputzt ist. In diesem Jahr muss jedoch vieles saniert werden. Als gravierendste Maßnahme nennt Thomas Neidt die Erneuerung des Beckenkopfes (Beckenrand). Gut eine Woche nahm allein das Abklopfen der Fliesen rund um das Schwimmbecken in Anspruch, was wiederum den maroden Unterbau zutage brachte. Ein neues Betongrundgerüst muss her, dann neue Fliesen und natürlich die Überlaufrinne. „All das erfordert einen hohen Zeitaufwand“, erklärt der Betriebsleiter die einzelnen Schritte. Die Kosten will er nicht nennen, nur so viel: „Es wird Geld aus einem Fördertopf des Landes geben“. Das Land Schleswig-Holstein unterstütze die Gemeinden, um deren Bäder aus den 70er Jahren zu sanieren, heißt es. Das Lecker Bad ist mittlerweile 43 Jahre alt.

Es scheint, als wenn an jeder Ecke eine Baustelle ist: So wird die gesamte Fensterfront im Aufsichtsraum ausgewechselt. „Das Holzständerwerk war auf und nicht mehr sicher“, begründet Thomas Neidt die Maßnahme. Eingerüstet werden musste weiterhin der 19 Jahre alte Rutschen-Turm, er erhielt in diesen Tagen neue Fenster. Aufwendig sind ebenfalls die Arbeiten, die für die Badegäste nicht sichtbar sind: Im Keller wird die Mess- und Regeltechnik für die Wasseraufbereitung des Whirlpools und Kinderbeckens ausgetauscht. Das Gleiche gilt für die Gebäudeleittechnik, das heißt, die digitale Steuerung für Lüftung, Heizung und Wasseraufbereitung. Sie hatte plötzlich den Geist aufgegeben. Erweitert werden die Überwachungs- und Sicherheitseinrichtungen unter anderem für den neuen Zugangsbereich zum Reha-Zentrum. Eine neue Lautsprecheranlage zur Durchsage von Meldungen in die Halle steht auch auf der Liste.

„Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass ortsansässige Firmen mit den Arbeiten beauftragt wurden“, betont Thomas Neidt. Das ist gelungen, denn die Fachfirmen, die hier am Werk sind, kommen überwiegend aus Leck, die anderen aus der unmittelbaren Region. Die 14 Mitarbeiter des Erlebnisbades haben keineswegs Urlaub, sie sind in die Arbeiten der Fachfirmen, soweit es geht, eingebunden und werden ihre Aufgaben abhaken. Wann alles fertig ist, kann nicht auf den Tag festgelegt werden. Eines steht jedoch fest: Bevor das Erlebnisbad wieder seine Türen öffnet, muss das große Schwimmbecken mit 900  000 Liter Wasser gefüllt werden. Das dauert zwei Tage und weitere drei Tage das Aufwärmen auf angenehme 28 Grad.

 

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