Aus der Gemeindevertretung : Aventoft ist gut aufgestellt

Die neue Aventofter Gemeindevertretung: Liesa Faltings mit Baby, Tobias Lennart Carstensen, Gert Krause, Dieter Schnau, Christine Harksen, Ilona Leseberg, Jeanette Sönnichsen, Frank Merz und Klaus Geiger (v. li.).
Die neue Aventofter Gemeindevertretung: Liesa Faltings mit Baby, Tobias Lennart Carstensen, Gert Krause, Dieter Schnau, Christine Harksen, Ilona Leseberg, Jeanette Sönnichsen, Frank Merz und Klaus Geiger (v. li.).

Bürgermeisterin Christine Harksen wurde für weitere fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt und vereidigt.

shz.de von
21. Juni 2018, 10:06 Uhr

Aventoft | Zu leichten Irritationen kam es zu Beginn der konstituierenden Sitzung der neuen Aventofter Gemeindevertretung in der alten Schule. Jeanette Sönnichsen von der Allgemeinen unabhängigen Wählergemeinschaft Aventoft (AUWG) wollte sich in Absprache mit der SSW-Vertreterin Ilona Leseberg deren Fraktion anschließen. Die AUWG hatte bei der Kommunalwahl sieben Sitze, darunter alle fünf Direktmandate, und der SSW zwei Sitze erhalten. Nach kurzer Diskussion über die Sinnhaftigkeit wurde der Plan dann aber zurückgezogen und es konnte für die Posten-Wahlen so verfahren werden, wie zuvor in einer internen Arbeitssitzung von allen Vertretern gemeinsam besprochen worden war.

Alle Wahlen erfolgten in offener Abstimmung und fielen allesamt einmütig aus. Dabei wurde die Kita-Leiterin Christine Harksen (60) für weitere fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt. Sie gehört bereits seit 1991 ununterbrochen der Aventofter Gemeindevertretung an und war davon in den letzten 24 Jahren stets Gemeindeoberhaupt. Neuer erster stellvertretender Bürgermeister wurde der Bautechniker Gert Krause (64) und in seinem Amt als zweiter Stellvertreter bestätigte man den kaufmännischen Angestellten Klaus Geiger (61). Alle Amtsinhaber gehören der AUWG an. Die Ausschüsse wurden wie folgt besetzt: Haupt- und Finanzausschuss: Vorsitzender Klaus Geiger, Stellvertreter Frank Merz, Jeanette Sönnichsen sowie als bürgerliche Mitglieder Sarah Brodersen und Oliver Christiansen (alle AUWG).

Bau- und Wegeausschuss: Vorsitzender Gert Krause, Stellvertreter Frank Merz, Tobias Carstensen (SSW), Dieter Schnau (AUWG) sowie Boy-Jens Harksen als bürgerliches Mitglied. Die Wahl für die Werkausschuss Kläranlage Neukirchen wurde abgesetzt, da die Aufgaben künftig vom Bauausschuss übernommen werden.

Kultur-, Sozial- und Umweltausschuss: Vorsitzende Ilona Leseberg, Stellvertreterin Jeanette Sönnichsen, Dieter Schnau, Liesa Faltings (AUWG), Gert Krause sowie Margot Thomsen und Gudrun Ingwersen als bürgerliche Mitglieder. Wahlprüfungsausschuss: Frank Merz, Klaus Geiger und Tobias Carstensen. Friedhofsbeirat: Christine Harksen, Klaus Geiger und Tobias Carstensen. Kindergartenbeirat Neukirchen: Liesa Faltings. Amtsausschuss und Breitbandnetzgesellschaft: Christine Harksen, Vertretung Klaus Geiger beziehungsweise Gert Krause.

Mit Dankesworten und Gutscheinen wurden die bisherige Gemeindevertreterin Julia Brodersen sowie das bürgerliche Mitglied Alice Kruse aus ihren Ämtern verabschiedet. In die Vorschlagsliste zur Wahl von Schöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 benannte man Sarah Brodersen. Die neue Gemeindevertreterin Liesa Faltings hatte ihren kleinen knapp sechs Wochen alten Sohn Johann Emil, den derzeit jüngsten Bürger der Gemeinde Aventoft, zur Sitzung mitgebracht.

Aus der letzten Sitzung berichtete Bürgermeisterin Harksen, das beschlossen wurde, den notwendigen Funkmast in Aventoft auf dem Gemeindegrundstück am Wanderweg mit der Zufahrt von der Drift zu errichten. In der Siedlung musste eine Pumpe der Kläranlage erneuert werden. Hier appellierte die Bürgermeisterin dringend an die Anwohner, keine Feuchttücher, Wattestäbchen oder ähnliches in die Abwässer zu leiten. Hierdurch entstehen dann hohe Reparaturkosten zu Lasten der Allgemeinheit. Weiter wurde über die geplante Kindergarten-Erweiterung in Neukirchen sowie über die Verzögerung der Rufbus-Einführung in Nordfriesland berichtet. In Bezug auf die stetig steigenden Kosten für die Schulsozialarbeit bezeichnete Christine Harksen es als erschreckend, wie viel externe Hilfe bei den Kindern nötig ist. Der Kulturausschuss wird demnächst einen neuen Flyer in der Gemeinde herausgeben. Auf Anregung von Oliver Christiansen soll für den Haushalt 2019 eine umfassende Sanierung des Beckenrandes im Freibad eingeplant werden.

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