Beringung in luftiger Höhe : "Ausweis" für den Stadums Storchennachwuchs

Das Storchenjunge wurde von Jörg Heyna beringt und wieder ins Nest gesetzt.   Foto: Uwe Langer
Das Storchenjunge wurde von Jörg Heyna beringt und wieder ins Nest gesetzt. Foto: Uwe Langer

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08. Juli 2009, 11:55 Uhr

Stadum | In einer spektakulären Aktion des Dorfverschönerungsvereins Stadum/Holzacker wurde in luftiger Höhe ein Jungstorch beringt. Der Storchenbetreuer des Naturschutzbundes für die Kreise Nordfriesland und Schleswig/Flensburg, Jörg Heyna, verpasste ihm damit seinen ersten "Personalausweis".

Mit einem Hubwagen überbrückte Heyna die Masthöhe von 13 Metern bis zum Nest. Während die Storchenmutter für kurze Zeit das Heim verließ und der Storchenvater einige Erkundungsflüge startete, fiel der Jungvogel in die "Akinese", er stellte sich tot. Bewegungslos ließ er die kurze Prozedur des Beringens über sich ergehen, und war bereits Minuten danach wieder putzmunter mit der Storchenmutter vereint.
Zugwege verfolgen
Durch die Beringung kann nun im Zentralregister auf Helgoland anhand der Ringnummer und der Koordinaten festgestellt werden, welche Zugwege der Storch nimmt, wo er herkommt, wie alt er ist und welches Brutalter er hat.

"Storchenvater" Christoph Jessen aus Holzacker stellte nach der Aktion zufrieden fest, dass seit 1994 insgesamt 21 Jungstörche das Nest in Holzacker lebend verlassen haben. Anhand eines Speihballens aus dem Nest versuchte Jörg Heyna, den Speiseplan der Störche zu rekonstruieren. Lapidar stellte er dazu fest: "Ein Maulwurf und zwei Mäuse".

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