Ausstellung: Christinnen zur NS-Zeit

Schau in Ladelund widmet sich gläubigen Frauen im KZ

shz.de von
30. Mai 2018, 16:33 Uhr

Aus Anlass des Deutschen Evangelischen Kirchentages erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück mit einer neuen
Ausstellung an christliche Häftlinge im größten Frauenkonzentrationslager auf Deutschem Gebiet, die bis zum 1. September in der KZ-Gedenkstätte in Ladelund gezeigt wird. Die Ausstellung zeichnet die Lebenswege von dreizehn Frauen nach, die sich aufgrund ihrer Geisteshaltung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhalten hatten und deshalb verhaftet worden waren. Zugleich wirft sie ein Schlaglicht auf die Vielfalt unterschiedlicher konfessioneller Kulturen in Europa.

Während der erste Ausstellungsteil das religiöse Umfeld der Frauen in der Zeit vor
ihrer Verhaftung in den Blick nimmt, widmet sich ein zweiter Ausstellungsteil den religiösen Praktiken im Lager. Auch die Rolle der evangelischen Kirche in der unweit des KZ gelegenen Stadt Fürstenberg während der NS-Zeit
wird thematisiert. Die Ausstellung wird bis zum 1. September im Dokumentenhaus der KZ–Gedenkstätte Ladelund gezeigt. Sie wird am Donnerstag, 14. Juni, um 19 Uhr eröffnet, Referentin ist Dr. Sabine Arend , die für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück tätig ist. Zusammen mit der Gedenkstättenleiterin Dr. Insa Eschebach hat sie die Ausstellung kuratiert.

KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, Telefon 04666 - 449.

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