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„Außergewöhnlich“: Kunst-Schnäppchen begeistern Kenner

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein wunderbares farbenfrohes Durcheinander im ersten Stock: Der Kunstverein Niebüll hatte am Sonnabend in den Rathaussaal Niebüll zur Kunstauktion gebeten. Dort reihten sich bekannte Namen wie Felix Droese, Franziskus Wendels, Günther Zachariasen oder Bernd Zimmer aneinander. Nicht zu vergessen, die „Klassiker“. Künstler, die zum Teil vom Kunstverein ausgestellt wurden, aber auch Spenden aus Nachlässen, diverse Hochkaräter, die als ideales Weihnachtsgeschenk zu haben waren.

Eine erfolgreiche Geschichte: Wie in den vergangenen Jahren hatten auch befreundete Künstler ihre Arbeiten zu Verfügung gestellt, zum Teil zu einem günstigen Preis für die traditionelle Weihnachtsausstellung angeboten. „Originale zu bezahlbaren Preisen“ – das war das Thema. Erika Spaude, Elmar Petersen und Gisela Rerup vom Vorstand berieten wechselseitig mit weiteren Ehrenamtlichen des Kunstvereins. Dazu reisen sogar Kunstfreunde aus Flensburg an. Kunstkenner, die eigentlich schon Bernd Zimmer erworben haben – aber nun die Niebüller Varianten sehen. „Das muss ich haben, verrückt wie ich bin!“ Plötzlich bricht fast ein Streit aus über ein Bild aus – beide Damen möchten es besitzen. Doch man einigt sich schnell. Die Kunstfreunde entdecken sogar Feinheiten auf dem Blatt: „Oh, haut de commerce“ – nicht für den Handel gedacht. Und: „Fabelhaft, ein Probedruck! Das ist außergewöhnlich!“ Per Kirkeby ist der Star; da raunen und staunen sogar die Experten wie Professor Manfred Reuter (früherer Chef der Nolde-Stiftung) oder Ehepaar Gransow. Die Dänen sind gut vertreten; Jesper Christiansen darf nicht fehlen. Richard Haizmann ist mit seiner berühmten Kuh präsent. Doch auch Ernst Barlach ist Dank der Spende eines Sammlers vertreten. Eindrucksvoll sind seine Arbeiten wie „Panischer Schrecken“.

„Mir gefallen besonders Max Neumann und Paul Revellio“, so die Vorsitzende Erika Spaude. Ihre Kollegin Barbara Schmidt-Tychsen schwört auf Christa Dichgans, die mit „Kopf” ein Meisterwerk geschaffen hat. Nicht so gefragt sind die „Hemden“ von Inken Geertz. Die Auswahl ist groß, die Mischung macht’s. Kunstbücher und Kataloge gab es zu Sonderpreisen. Am Ende war der Verkauf ein großer Erfolg. Der Erlös fließt dem Kunstverein zu.

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