zur Navigation springen

Ausschussmitglieder diskutierten über Stellenpläne

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Amt hat das bei der Gründung für 2017 vorgegebene Ziel für die Kernverwaltung bereits erreicht

Kleine Tagesordnung – lebhaftes Ringen um eine vernünftige Lösung. Laut Vorlage in der 6. Sitzung des Amtsausschusses sollte die Abrechnung der Gehälter (im Amtsdeutsch „Entgeltabrechnung“) künftig der Bezügekasse ( Tochter der kommunalen Versorgungsausgleichskasse VAK) übertragen werden. Das hätte den Verlust mindestens eines hochwertigen Arbeitsplatzes, bewertet nach A 10/EG IX, bedeutet, wie Bürgermeister Wilfried Bockholt und weitere Amtsausschussmitglieder monierten. Daraus wurde nichts. Stattdessen bleibt es wie bisher. Wegen der Komplexität des Abrechnungsverfahrens wurden die Planstellen der Firma Dataport, sie liefert die nötigen Daten, um eine auf drei erweitert.

Diese Entscheidung hatte auch Einfluss auf den Stellenplan für 2015, über den in der Sitzung beraten und beschlossen wurde. Vom (änderungsbedingten) Wegfall einer halben Stelle wird abgesehen, so dass der Stellenplan für die Kernverwaltung 83,18 und die Sozialzentren Leck und Niebüll 16,55 bzw. 16,99 Stellen vorsieht – zusammen 116,72 Stellen gegenüber 120,09 in diesem Jahr. Unter anderem fallen 4,28 Stellen für die Friedrich-Paulsen-Schule weg, deren Trägerschaft bekanntlich vom Amt auf einen Schulverband übergehen soll.

Der Amtsdirektor berichtete weiterhin, dass nach „Bereinigung“ des Aufgabenkatalogs dem Amt an zusätzlichen Aufgaben noch die Beteiligung an der Wirtschaftsförderung, der AktivRegion, der Breitbandversorgung und am Tourismus sowie die Zahlung von Zuschüssen verbleiben.

Das „drohende“ neue Finanzausgleichgesetz bestimmte landauf landab die gesamte kommunale Szene. Otto Wilke informierte aus mehreren Terminen und vom Schulterschluss der beiden Nordkreise sowie darüber, wer wie viel weniger an Finanzmasse zu befürchten hat. Auch sei es darum gegangen, welche Auswirkungen auf den Bürger zukommen. „Es ist eine lebhafte politische Diskussion im Gange mit der möglichen Folge, dass Unzulänglichkeiten noch ausgeräumt werden.“ Eine positive finanzielle Folge habe der Kreis Nordfriesland in Form einer zehnprozentigen Verbesserung zu erwarten.

Amtsvorsteher Peter Ewaldsen berichtete, er habe dem Ministerpräsidenten einen offenen Brief zum Thema Finanzausgleich zugesandt. „Dieses Thema brennt uns in der Tat unter den Nägeln“, erklärte er und werfe auch die Frage auf, wie es angehen könne, dass Gemeinden ohne besondere Aufgaben 1000 Euro pro Einwohner mehr bekämen und andere Gemeinden mit deutlich mehr Aufgaben leer ausgingen. „Ob da wohl noch was nachkommt?“ Ewaldsen ist sich nicht sicher – und wartet jetzt auf eine Antwort aus Kiel.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 15:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen