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Konzert in Klanxbüll : Ausgelassene Tänzer im Charlottenhof

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Bandless Bastards“ begeistern Publikum beim After-Work-Konzert in Klanxbüll und sorgen für volle Tanzfläche.

Klanxbüll | Im Rahmen der After-Work-Konzerte im Charlottenhof gastierten die „Bandless Bastards“ im Klanxbüller Kulturtempel. Fünf gestandene Insulaner gaben sich die Ehre, unter dem Motto „Wir spielen die Songs, die wir lieben“ lieferten sie eine überzeugende Vorstellung ab. Eine gute Mischung aus Rocksongs der letzten 40 Jahre, immer jedoch ganz eigen interpretiert.

Den meisten Gästen ist der Vorläufer, die Band „Mojo“ noch bekannt. Sänger Arno Kraft und Ron Glauth (Gitarre & Gesang) gründeten nach der Auflösung der Gruppe das Projekt „Bandless Bastards“.

Als Duo spielten die beiden zunächst Blues, Folk und Rock. Dann kam die Erweiterung für andere: So spielte und probte die Crew in wechselnden Besetzungen, was genau der Idee des Projektes entsprach. Neue Musiker wie Stephan Lorenzen (Bass), Finn Tietjens (Drums) und Daniel Jäger (Gitarre) stießen zuletzt hinzu.

In dieser Besetzung wirkte die Combo ausgesprochen eingespielt und aufeinander abgestimmt. Nomen est omen: Ein sehr kraftvoller Gesang, zwei sich in tollen Soli in den Vordergund spielende Gitarristen, Bass und Schlagzeug als solide Grundlage des gesamten Unternehmens.

Melodisch und unplugged ging es los: nach „Let it ride“ und „Rocket to the moon“ folgte der Klassiker von Creedence Clearwater Revival „Fortunate Son“. Schnell hatte sich die Tanzfläche gefüllt, hier gaben zunächst die Sylter Inken und Uwe den Takt an, ehe die Niebüller sich dazugesellten. Wer gern in seinen Plattenalben beziehungsweise CD-Sammlung herumstöbert, der findet sie, die Perlen der Rockgeschichte. Wer selbst ein wenig Gitarre spielt, ahnt, was da noch lagert, in den Katakomben der ewig nicht gespielten Songs. Hits von Rory Gallagher oder den Rolling Stones. Unwiderbringlich genial und von den „Bandless Bastards“ schön inszeniert: „Paint it black“, die Ode an die Depression, weil die Freundin gestorben ist.

„After Dark“ folgte zur Erholung als wunderschöne Ballade, während „Don't matter“ wieder Raum für krachende Gittarenriffs bot und für hohes Tempo sorgte. Mit Jethro Tulls „Locomotive Breath“ näherte sich die Band schon der Pause, bevor mit „Sympathy for the Devil“ endlich Gelegenheit zum Mitsingen gboten wurde.

Das Publikum war höchst zufrieden: Etliche Musikerkollegen von Festland geizten ebenfalls nicht mit Komplimenten.

Das Programm setzte sich fort, der Mix stimmte ganz einfach. Die „bunte Auswahl“ von Stücken wie „After midnight“ („Jetzt wollen wir mal klappern wie Clapton“), „Das Model“ (Kraftwerk) oder „Yellow moon“ (Neville Brothers) ließen fast keine Wünsche offen. Und so tanzten sich die Gäste durch den Abend oder lauschten fasziniert zu zweit am Balken gelehnt. Ein Altmeister der Turnbewegung sprang den ganzen Abend vor der Bühne auf und ab – echte Begeisterungsausbrüche der Nordfriesen sind eben nicht zu stoppen. Erfreulich, dass sogar Stoopoks Lied „So einfach ist das“ intoniert wurde und das gute, alte „Mustang Sally“ wirkte wie gemacht für die Insel-Jungs.

Die freuten sich riesig über die gute Resonanz – und sie wissen nun – sie dürfen wiederkommen. Das lokale Kolorit der hiesigen Musikszene kommt gut an, mehr davon.

Kontakt zum Charlottenhof: Osterklanxbüll 4, 25924 Klanxbüll, Telefon: 04668 92100. Infos zu anstehendnen Konzerten auf der Homepage: unter www.dercharlottenhof.de.


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