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Auslandsaufenthalt : Aus Südtondern nach Thailand

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Stadumerin Melanie Klingebiel möchte für ein Jahr in Thailand Schulkinder unterrichten und sucht jetzt Unterstützer für ihr Projekt

Thailands Strände sind in Deutschland zum Sehnsuchtsort für viele Reisende geworden. Auch die Stadumerin Melanie Klingebiel freut sich darauf, bald in das südostasiatische Land zu reisen – bereits im Frühjahr 2015 will die Abiturientin im Flugzeug Richtung Bangkok sitzen. Doch in den Genuss von schneeweißen Stränden und Cocktails unter Palmen wird Melanie Klingebiel wohl nicht oft kommen – die 19-Jährige will sich in Thailand stattdessen über ein Jahr in sozialen Projekten engagieren und wirbt dafür nun um Unterstützung.

„Ich wollte schon während meiner Schulzeit unbedingt nach Asien, aber da hat das Geld nicht gereicht“, sagt Klingebiel. Jetzt, nach dem erfolgreich bestandenen Abitur, soll es aber soweit sein und der Aufenthalt darf auch etwas länger werden. „Ich habe mich bei dem Verein AFS Interkulturelle Begegnungen beworben und bin dann direkt zu einem Vorbereitungsgespräch nach Braunschweig eingeladen worden.“ Während des Termins wurden der Stadumerin unterschiedliche Aufgaben gestellt, die ihre Teamfähigkeit und Belastbarkeit testen sollten. Die 19-Jährige überzeugte und bekam eine Zusage für das einjährige Austauschprogramm.

Doch wohin sie die Reise genau führen sollte, wusste Melanie Klingebiel zu diesem Zeitpunkt noch nicht: „Ich konnte drei Wunschländer nennen und habe Thailand, Brasilien und die Philippinen als Wunschziele angegeben.“ Schließlich fiel die Wahl der Organisation auf Thailand – dort wird die Abiturientin im kommenden Jahr als Assistenzlehrerin arbeiten. „Bei welcher Gastfamilie ich leben und in welchem Ort ich am Ende unterrichten werde, entscheidet sich noch kurzfristig“, so Klingebiel. „Allerdings werde ich sicher in einer ländlichen Region Thailands landen.“

Um sich in der neuen Umgebung auch zurechtzufinden, wälzt die ehemalige Schülerin jetzt Thai-Lehrbücher und informiert sich über Sitten und Gebräuche ihres Gastlandes: „Momentan lerne ich noch die Schriftzeichen – weiß aber auch, dass es sich zum Beispiel nicht gehört, Buddhastatuen zu berühren oder zu fotografieren.“ Die kulturellen Unterschiede spornen die 19-Jährige an. Die etwa 69,1 Millionen Bewohner Thailands sind zu 75 Prozent ethnische Thai und zu etwa 15 Prozent Chinesen; eine muslimische Minderheit, die Malaien, lebt in Süd-Thailand. Der Buddhismus ist die vorherrschende Religion des Landes.

Letzte und entscheidende Hürde bei Melanie Klingebiels Vorhaben ist das Geld: „Der gesamte Aufenthalt über ein Jahr in Thailand kostet etwa 10 000 Euro.“ Das Bundesministerium für Familie unterstützt die Projektarbeit des Vereins AFS und finanziert den Austausch von Klingebiel mit 6 000 Euro. „Um wirklich starten zu können, fehlen jetzt noch 3900 Euro“, so die Abiturientin. Momentan arbeitet die Stadumerin bei einer Fastfoodkette, um den Betrag zusammenzubekommen. „Am 22. September muss das Geld zusammen sein – ich hoffe, dass es klappt.“


Spendeninfo: www.betterplace.org/p20614

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