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Nordfriesland Tageblatt

21. August 2017 | 01:42 Uhr

Aus für den Schulstandort Wimmersbüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Schulbetrieb in der Außenstelle der Emil-Nolde-Schule wird zum Sommer 2016 aufgegeben / Schulverband rechnet mit Haushaltsüberschuss

Der Schulbetrieb in Wimmersbüll, Außenstelle der Emil-Nolde-Schule, wird zum Ablauf dieses Schuljahres aufgegeben. Zu dieser Entscheidung mit 10:1 Stimmen bei vier Enthaltungen kam der Schulverband Südtondern-Nord in seiner 8. Sitzung unter dem Vorsitz von Klanxbülls Bürgermeister Friedhelm Bahnsen.

Zu diesem Beschluss führten nicht zuletzt die bei einer Begehung des Komplexes festgestellten zu erwartenden Renovierungskosten in Höhe von 275  000 Euro sowie die dramatisch gesunkenen Schülerzahlen – um 300 von September 2008 bis September dieses Jahres, wie sie im Vorbericht zum nächsten Haushalt notiert wurden. Dem von dieser Entscheidung betroffenen Personal werde nicht gekündigt.

Derzeit werden 83 Schüler der Klassenstufen 7 und 8 in vier Klassen im Süderlügumer Ortsteil Wimmersbüll unterrichtet, für die übrigen Klassenstufen ist der Unterrichtsort Neukirchen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass der Schulverband uns so lange zwei Standorte ermöglicht hat“, sagte Petra Christiansen, Schulleiterin der Emil-Nolde-Schule. Die vier Klassen des Außenstandortes würden ab dem 1. August 2016 in die Schule in Neukirchen integriert. Der Schulstandort Wimmersbüll habe über Generationen bestanden: „Das soll alles nicht sang- und klanglos zu Ende gehen“, versprach Christiansen.

Bis Ende 2017 geht die Unterhaltung des Schulgebäudes laut Beschluss zu Lasten des Schulverbandes. Danach sind die Gemeinden des ehemaligen Amtes Süderlügum zuständig. Bauliche Investitionen am Schulstandort Neukirchen tragen die Wiedingharder und solche an der Grundschule Süderlügum die Süderlügumer Gemeinden.

Ein weiteres Thema der Schulverbandssitzung war der von Peter Martensen (Amtskämmerei) vorgetragene Haushalt 2016, der ausweist, dass „Schule“ im Verbandsgebiet 1 863  600 Euro kosten wird. Zur Verfügung stehen 1  974  700 Euro, so dass 111  100 Euro „über“ sind. Finanziert wird der Haushalt aus der Schulumlage, in die die Beteiligten 1  399  993 Euro einzahlen.

Breiten Raum während der Sitzung nahmen die Berichte der beiden Schulleiterinnen Petra Christiansen (Neukirchen) und Meike Kosbü-Hermann (Süderlügum) ein. Von der Emil-Nolde-Schule verlautete, dass der jetzt spätere Unterrichtsbeginn bis auf eine kleine noch ausstehende Anpassung der Busverbindung begrüßt wird. Guten Anklang habe auch der Tag „Grundschul-Allerlei“ gefunden, an dem eine Reihe von Nachbarschulen beteiligt war. Die Stelle des stellvertretenden Schulleiters sei noch nicht besetzt, teilte Petra Christiansen mit. Zum Thema Schulassistenz tendiere die Mehrheit der Schulen für deren Trägerschaft durch das Land. Und was die Schulbegleitung angehe, werde sich deren Bedarfssituation nach Ansicht des Kreises Nordfriesland mit dem Einsatz der Schulassistenten womöglich noch ändern. Meike Kosbü-Hermann meldet von ihrer Grundschule einen problemlosen Start in dieses Schuljahr. Die Erweiterung der OGS-Räume sei abgeschlossen. Die Grundschule Süderlügum werde von Eltern im regionalen Vergleich als „leistungsorientierte Schule“ geschätzt. Schulentwicklungsschwerpunkt 2015/16 sei das Thema „Friedenskultur und Streitschlichtung.“

Was die Beschulung von Flüchtlingskindern angeht, gibt es nach den Worten von Verbandsvorsteher Bahnsen noch keine näheren Informationen. „Auf alle Fälle stehen wir diesem Thema aufgeschlossen gegenüber“, sagte er.


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erstellt am 06.Nov.2015 | 11:54 Uhr

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