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Sport-Ereignis : Aus für den Herrenkoog-Triathlon

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zum 26. und letzten Mal starten Teilnehmer bei dem großen Event. Nachfolger ist 2017 das Ambossrennen.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 07:00 Uhr

Bei zwei der drei regionalen sportlich-volkstümlichen Veranstaltungen treten größere Veränderungen ein. Der beliebte Herrenkoog-Triathlon mit Start und Ziel auf dem Brodersen-Hof findet in diesem Jahr zum letzten Mal statt. Sein Nachfolger wird das Amboss-rennen, das in diesem Jahr wegen der HGV-Messe und des Ausfalls eines Sponsors allerdings eine Pause einlegt. Feste Konstante im Veranstaltungskalender bleibt der Niebüller Stadtwerkelauf – mit der Ergänzung, dass Flüchtlinge in das Geschehen stärker einbezogen werden sollen.

Über die Veränderungen informierte Bernhard Vogel, Manager und Moderator vom Dienst bei allen drei Veranstaltungen. Der frühere Oberstleutnant und Bataillonskommandeur bei der „Flarak“ sowie gebürtige Hesse aus der Nähe von Fulda hat über die Bundeswehr eine neue Heimat in Nordfriesland gefunden. Er bringt sein kreatives Naturtalent als Führungskraft in eine Reihe von Events ein, die große Anziehungskraft auf die Bürger der Region ausüben.

Der Herrenkoog-Triathlon habe sich nicht gerade überlebt, sei jedoch, was sein Ausmaß angeht, an Grenzen angelangt, so Vogel. Akquise, Helfer, Ehrenamt und kompetente Mitarbeit forderten zunehmend einen nicht mehr zu packenden Zeitaufwand. Mit den Jahren seien auch die Ansprüche gewachsen – die in der Praxis nicht mehr bewältigt werden konnten. Anklang und Begeisterung seien zwar ungebrochen geblieben. „Doch jetzt soll Schluss sein“, sagt Vogel.

Die Geburt erlebte der Triathlon 1991 in Bredstedt mit 19 Teilnehmern, die im Schwimmbad starteten, dann in Richtung Herrenkoog Rad fuhren und zum Laufen im Koog blieben. Mit den Jahren wuchs die Beliebtheit, zumal der Brodersen-Hof ein Ambiente bot, das nirgendwo sonst erreicht wurde. 25 Mal ging es rund, zuweilen mit fast 1000 Athleten landesweit – vom Startschuss bis zur abschließenden Scheunenparty. Jetzt, nach dem 26. Mal, ist Schluss – verbunden allerdings mit der Hoffnung, dass andere weitermachen mit dieser Sportart, die gehobene Ansprüche an das Leistungsvermögen der Teilnehmer stellt. Vogel fallen denkbare Veranstaltungsorte, wie Ladelund, Langenhorn, die Halligen und die Inseln, ein. Die Idee des in den 1980ern auf Hawaii geborenen Ausdauerwettkampfs lebt weiter. In Südtondern wurde der „Ironman“ auf Friesisch „di Stäljmoon“. Peter und Klaus Brodersen nannten ihn „Stäljmun“.

Rund um den Brodersen-Hof entwickelte sich eine Szene, jederzeit offen für neue Ideen. Eine solche hatte Bernhard Vogel, der einer Familie aus dem Schmiedehandwerk entstammt. Er nahm den virtuellen Amboss zur Hand, erfand den Friesen „Frerk“ und seine Frau „Matta“ strickte die eine oder andere Szene aus der „friesischen Mythologie“ dazu und hatte einen Hintergrund beisammen, vor dem sich ein passabler Parcours für einen Hindernislauf bauen ließ.

Zweimal wurde das Ambossrennen bereits gestartet. Zweimal wurde es ein Riesenerfolg. Die kleine Zwangspause in diesem Jahr hängt auch damit zusammen, dass auf dem TSV Gelände ein Kunstrasenplatz angelegt wird und dass dem Hindernisrennen die „Friesenhölle“ fehlt, die bisher vom Friesencenter gebaut wurde. Doch das Friesencenter hat mittlerweile einen neuen Besitzer. „Wir werden es beim Ambossrennen auf jeden Fall weiter krachen lassen“, ist sich Bernhard Vogel sicher, den verheißungsvollen Auftakt einer neuen Event-Serie nach und nach zu toppen.

Bleibt als feste Größe der Stadtwerkelauf des TSV Rotweiß Niebüll, der neben dem sportlichen Flair auch eine volksfestartige Anziehungskraft auf die Bürger der Stadt ausübt. Der TSV erwartet erneut 800 Läufer aller Altersgruppen am Start. Erstmals werden auch Helfer aus den Reihen der Flüchtlinge mitmachen, vielleicht auch eine Reihe von Läufern. Es ist in diesem Jahr der 22. Stadtwerkelauf, der so heißt, weil ihn der städtische Energieversorger sponsert. Und: Der Lauf ist international, weil auch eine Mannschaft aus der polnischen Partnerstadt Ploty mit von der Partie ist.

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