zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

22. August 2017 | 02:10 Uhr

Aufruf zu mehr Sauberkeit im Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Freunde der St. Willehad-Kirche setzen sich nach wie vor für die Erhaltung des über 800 Jahre alten Gotteshauses ein. Es soll ein Ort kultureller Begegnung bleiben, der ein lebendiges Miteinander für Frieden und Versöhnung ermöglicht. Stück für Stück unterstützt der Förderverein Sanierungs- und neue Maßnahmen und hat dabei spendable Bürger auf seiner Seite.

Auf der Mitgliederversammlung ließ Vorsitzende Susan Scholz das Wirken des Fördervereins im vorigen Jahr Revue passieren. So regten die St. Willehad-Freunde an, die beiden Kirchenfenster im Altarraum zu öffnen, doch der Kirchengemeinderat entschied sich nach kontroversen Diskussionen dagegen. Finanzielle Hilfe in Höhe von 6000 Euro floss für die Installierung von neun Laternen rund um die Kirche, 500 Euro erhielt die Kantorei für das „Schubert-Konzert“ Anfang September.

Der erneute Schimmelpilz-Befall auf der gesamten Ausstattung der Kirche rief ebenfalls die Freunde der St. Willehad-Kirche auf den Plan. 50 Prozent der Kosten für die Beseitigung des Pilzes (4000 Euro) sollten übernommen werden. Eine Bitte um Spenden blieb nicht ungehört: 5000 Euro war den Bürgern die „Entpilzung“ wert. Das Restaurorenteam Ursula Lins und Uta Lemaitre hat sich seit Mai an die Arbeit gemacht und nun eine Pause eingelegt. Bevor die Balkendecke überholt wird, ist allerdings die Dachboden-Sanierung notwendig. „Es muss aufgeräumt, die Rockwool-Dämmung entfernt und Pappe als Staubschutz ausgelegt werden“, erklärte Ursula Lins in ihrem detaillierten Vortrag. Das sei wichtig, damit die Feuchtigkeit aus dem Kirchenschiff nach oben entweichen kann. Der Kirchenkreis habe diese zwingende Maßnahme erkannt, hieß es, und die Finanzierung in Höhe von bis zu 10 000 Euro zugesagt. Um einem wiederholten „Blühen“ in der Kirche durch Schimmelpilz vorzubeugen, riet Ursula Lins zu mehr Sauberkeit im Gotteshaus: „Heizungsschächte und -gitter müssen häufiger gereinigt werden. Vielleicht kann man ein- bis zweimal pro Jahr Freiwillige gewinnen, die die Kirche säubern?“ Auch dem Klima in dem alten Gebäude schrieb sie eine wichtige Bedeutung zu. Messgeräte sollen das Klima über ein Jahr lang aufzeigen.

Dankbar für diese Anregungen zeigte sich Susan Scholz, die bei den Wahlen in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt wurde, Pastor Peter Janke bleibt 2. Vorsitzender, Bärbel von Stritzky löst Schriftführer Jens Carstensen ab, der sich zum neuen Beisitzer wählen ließ. Diese Funktion übt weiterhin auch Horst Jasper aus.

Kantor Thomas Hansen umrahmte die Versammlung musikalisch auf der Orgel. Der Abend endete bei Gesprächen zu Wasser, Wein und Brot.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Sep.2014 | 11:19 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen