zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 11:44 Uhr

Neue Bäume : Aufforstung mit 30000 Jungpflanzen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach den verheerenden Schäden der Orkane „Christian“ und „Xaver“ hat die Mobile Forstwirtgruppe begonnen, neue Bäumchen zu setzen.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 10:15 Uhr

Man muss schon genau hinschauen, um die „Neuen“ zu entdecken im Langenberger Forst: 30 000 kleine Bäume haben Mitarbeiter von der Mobilen Forstwirtgruppe (MFG) innerhalb von zwei Wochen im Klintumer Bereich zwischen Ochsenweg und Panzergraben gesetzt. Lange nicht genug nach den verheerenden Schäden der Orkane „Christian“ und „Xaver“. Aber der Anfang ist gemacht, weitere Aufforstungen folgen im Spätsommer und Herbst.

Riesige Holz-Polder lagern an den Wegesrändern. Es dauert noch, bis die Ware abtransportiert ist. Förster Jörn Frank spricht von fünf bis sechs Monaten, und ebenso lange werden die Aufräumarbeiten noch in Anspruch nehmen: „Wir haben 50 bis 60 Prozent aufgearbeitet von dem, was die Orkantiefs angerichtet hatten“. Neben diesen vorrangigen Arbeiten darf aber die Aufforstung nicht vergessen werden. Bagger mit Spezialgeräten hatten zuvor dort den Boden geebnet, wo die Jungbäume in die Erde gebracht werden sollten. Unscheinbar wirken die zweijährigen Bäume. 60 bis 80 Zentimeter sind sie hoch, stehen nun in Reih’ und Glied. „Das muss so sein, denn nur so erzielen wir schlanke Bäume“, erklärt Jörn Frank. Mit fast 50 Prozent bilden Eichen das Gros, die andere Hälfte teilen sich Buchen, Douglasien und Weißtannen. Die ersten Knospen öffnen sich bereits.

Bezahlt hat die Aktion der Landesforst. Ein Euro kostet eine Pflanze von der Baumschule, ein weiterer Euro muss draufgelegt werden für die Vorbereitung und das Pflanzen. „Jetzt haben wir drei Flächen dicht bepflanzen können, doch wir haben viele, viele Freiflächen. Wir werden wohl an die Hunderttausende von Pflanzen benötigen, bis die Begrünung abgeschlossen ist“, sagt der Förster. Einleuchtend ist es also, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren weniger die Holzernte, sondern das Pflanzen im Vordergrund steht. Über den Daumen gerechnet, werden drei- bis fünftausend Bäumchen pro Hektar für die Begrünung gezählt. „Am Ende stehen dann 300 bis 400 Bäume auf dieser Fläche“, erläutert Jörn Frank. Bis es soweit ist, nimmt die Jungwuchspflege einen großen Raum ein, der Bestand muss ständig reguliert werden bis in ungefähr einem Jahrzehnt mit der ersten Durchforstung begonnen werden kann.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert