Auf zum dritten mittelalterlichen Treyben an der Wehle

Farbenprächtig: der Umzug in historischen Gewändern durch die Stadt. Foto: dew
Farbenprächtig: der Umzug in historischen Gewändern durch die Stadt. Foto: dew

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29. Juni 2013, 03:59 Uhr

Niebüll | Nach zwei tollen Veranstaltungen hat sich das Friesisch-Historische-Treyben zu Niebüll etabliert und taucht als fester Bestandteil in vielen privaten und öffentlichen Kalendern auf. Die verwegenen Schergen vom Verein Frisia Historica haben auch in diesem Jahr wieder Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ihrem Publikum ein interessantes, abwechslungsreiches und vielseitiges Programm zu bieten. Der Eintritt ist frei. Die mittelalterlichen Pforten der Wiesen an der Wehle werden sich am Freitag, 5. Juli, von 18 bis 24 Uhr, am Sonnabend, 6. Juli, von 10 bis 24 Uhr, und am Sonntag, 7. Juli, von 10 bis 17 Uhr öffnen.

Für die musikalische Unterhaltung werden die wurtfriesische Gruppe Wortsatia mit mittelalterlich-friesischen Klängen sowie die Bardin Jenny mit Lautenklang & Minnesang sorgen. Die Gewandschneiderei Florean hat sich nach einer kleinen Pause wieder mit mittelalterlichen Aktivitäten zurückgemeldet. Vorgestellt werden im Rahmen einer kleinen Modenschau aufwendige Kleider und Gewänder.

Unterhaltung und Kurzweil versprechen außerdem die professionellen Feuergaukler der Gruppe Drachenrachen, welche mit einer kleinen Feuershow (als Appetit-Happen) am Freitagabend und einer spektakulären Feuershow am Sonnabendabend die Veranstaltungen jeweils gegen Mitternacht zu Ende gehen lassen werden. Am Sonnabend ist wieder ein Umzug durch die Stadt und über den Marktplatz geplant.

Den Mitgliedern des in Stedesand ansässigen und als gemeinnützig anerkannten Vereins Frisia Historica ist es weiterhin gelungen, einen mittelalterlichen Markt mit vielen verschiedenen Handwerkern auf die Beine zu stellen. So werden Filzer, Töpfer, Schneider, Schmiede, Spielmacher, Seifensieder, Holzschnitzer und Bogenbauer bei der Ausübung ihrer Arbeiten zu beobachten sein. Selbstverständlich wird auch diesmal die mittelalterliche waffentechnische Ausbildung nicht zu kurz kommen. Die Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf ist ebenfalls wieder dabei. Man kann sich im Bogenschießen ebenso wie im Axtwerfen messen. Und neben all diesen praktischen Möglichkeiten wird Waffenschmied Bernhard über die Entwicklung der Waffen im Mittelalter informieren.

Ein Magnet zum Mitmachen für die Kinder wird die mittelalterliche Knappenausbildung der Gruppe Viatores ad Arma werden. Ein weiterer Höhepunkt ist die auf dem Sportplatz der Jugendherberge stattfindende inoffizielle Weltmeisterschaft im "Gibseln", einem mittelalterlich-friesischem Spiel, nicht ganz unähnlich dem moderneren Schlagball, nur ohne Ball, dafür mit zusätzlichem Stock, durchgeführt unter Federführung der Friisk Foriining.

Am Sonntagmittag wird es gegen 12.30 Uhr an der Wehle wieder einen Taufgottesdienst geben, dieses Mal durchgeführt von Pastorin Kilian-Heins aus Hattstedt. Mit einem letzten Auftritt von Wortsatia wird dann am Sonntag um 17 Uhr das 3. Friesisch-Historische-Treyben beendet werden.

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