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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 19:01 Uhr

Auf Tuchfühlung mit den Brandschützern

vom

Lecker Landfrauen beteiligten sich an der Aktion "Dialog in Gelb" und waren zu Gast bei der Feuerwehr / Gastgeber und Gäste genossen das zwanglose Miteinander

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Leck | Sich selber bekannt machen, aufeinander zugehen und das Gespräch suchen - das ist das Ziel der bundesweiten Aktion des Deutschen Landfrauenverbandes. Unter dem Motto "Dialog in gelb" setzten sich rund 30 Lecker Landfrauen mit einigen Feuerwehrmännern an einen Tisch.

Die Landfrauen hatten selbst gemachte Salate in das Feuerwehrgerätehaus mitgebracht und auch die Wurst, die die Feuer erprobten Männer auf den Grill legten. "Wenn man gemeinsam isst, plaudert es sich gut", meinte Vorsitzende Telse Nommensen und sollte Recht behalten. Man zeigte sich offen füreinander, tauschte sich aus und genoss das zwanglose Miteinander.

Diese Gelegenheit nutzten die Landfrauen, um sich über die Freiwillige Feuerwehr Leck und ihre Arbeit sowie über den Brandschutz zu informieren. 76 Aktive zählt die Wehr, darunter sind acht Frauen. Das Durchschnittsalter beträgt 40 Jahre. "Alle arbeiten ehrenamtlich", führte Wehrführer Joachim Pilz noch einmal vor Augen. Überschlagen zähle man einen Einsatz pro Woche, doch: "In diesem Jahr liegen wir schon bei 67 Einsätzen". Grund ist der kürzliche starke Regen, der allein 18 Einsätze erforderte. Die Landfrauen zeigten sich interessiert, fragten nach der Sollstärke, der stillen Alarmierung, der Leitstelle in Harrislee und der Bereitschaft der Arbeitgeber, auf ihre Mitarbeiter bei Einsätzen zu verzichten.

Wie entstehen Brände, wie löscht man sie, wie beugt man vor? Kurt-Werner Hansen erklärte anschaulich in Wort und Bild, warum man beispielsweise im Betrieb befindliche elektrische Geräte nie länger unbeaufsichtigt lassen sollte und Stecker von Föhn, Mixer & Co. in Haushalten ohne FI-Steckdosen (meist in älteren Gebäuden) bei Nichtgebrauch ziehen sollte: "Es ist ärgerlich, wenn man nach Hause kommt und es sieht durch den Brand so unaufgeräumt aus!" Der Brandschutzerzieher gab Tipps dazu, was bei einem Feuer zu tun ist und empfahl dringend die Installation von Rauchmeldern.

Weiter legte er den Landfrauen ans Herz, die älteren Feuerlöscher durch einen Fachmann überprüfen zu lassen: "Sonst nutzt ihnen das Gerät im Notfall gar nichts!"

Kai-Uwe Petersen, ebenfalls Brandschutzerzieher, demonstrierte den Umgang mit den Geräten und erklärte, welcher Brand mit welcher Methode gelöscht werden muss. Etliche Landfrauen trauten sich, bei einer "Feuerprobe" Hand anzulegen.

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