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Raketenreste : „Auf Spielplätzen wird viel geknallt“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Von Raketen und anderen pyrotechnischen Finessen der Silvesternacht bleiben für die Bauhofmitarbeiter unschöne Überreste. Sobald es hell wird, geht es auf Kontrollfahrt.

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2013 | 09:00 Uhr

In der Silvesternacht wird es wieder laut und bunt in Südtondern – zumindest dort, wo keine Reetdachhäuser in der Nähe sind. Während sich feuerwerkfreudige Bürger in Leck und Niebüll mit Raketen, Knallern und anderem ausrüsten, denkt Anton Nahnsen vom Bauhof in Leck bereits an die Tage danach.

Denn während sich andere an Neujahr vom Feiern erholen und ein Katerfrühstück genießen, macht sich bereits ein Mitarbeiter des Bauhofs zur Kontrollfahrt durch den Ort auf. „Der startet, sobald es hell ist, vorher hat es keinen Sinn“, berichtet Nahnsen. Bei der Kontrollfahrt werde schon mal der größte Unrat eingesammelt, zum Beispiel Feuerwerksbatterien, die mitten auf Kreuzungen stehen.

Am 2. Januar machen sich dann vier Bauhofmitarbeiter mit Besen und großer Sammelwanne ans Großreinemachen, durchforsten Rabatten nach Sektflaschen und befreien Bürgersteige und Straßen von den unschönen Resten der Silvesternacht: „Besonders viel Müll liegt auf den Parkplätzen, aber auch auf Spielplätzen wird viel geknallt“, sagt Nahnsen. Rund 20 Spielplätze gebe es in Leck, es dauere drei bis vier Tage, bis dort Pappe, Papier, Holzstäbe, Raketen-Plastikdeckel beseitigt seien. Verböllern die Menschen mehr als früher? „Wir hatten das schon extremer gehabt, es ist in den vergangenen Jahren auf jeden Fall nicht schlimmer geworden“, sagt Nahnsen. Er selbst werde gar kein Feuerwerk in der Silvesternacht starten. Das liege aber nicht daran, dass er an den Müll denke, sondern daran, dass er in einem Reetdachhaus wohnt.

Apropos: Alle Jahre wieder mahnt das Amt Südtondern zu Silvester die Bevölkerung, zum eigenen aber auch dem Schutz der Mitmenschen sowie deren Hab und Gut verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern umzugehen. Zur Erinnerung: „Im gesamten Gebiet des Amtes Südtondern dürfen am heutigen Silvestertag sowie am Neujahrstag in einem Umkreis von mindestens 200 Metern von reet- und strohgedeckten Gebäuden keinerlei pyrotechnische Gegenstände der Klasse II (Kleinfeuerwerk, wie Raketen, Schwärmer oder Doppelschläge) abgebrannt werden. Hierdurch soll verhindert werden, dass durch das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen Brände in der Nähe von und an Reet- und Strohdachgebäuden verursacht werden, da diese Gebäude besonders brandempfindlich sind. Zuwiderhandlungen dieser ordnungsbehördlichen Anordnung können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.“

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