600 Teilnehmer : Auf Schusters Rappen durch die Natur

Auf dem Waldweg: Viele Wanderer lobten die Streckenführung, die ganz ohne asphaltierte Wege auskam. Foto: jok
Auf dem Waldweg: Viele Wanderer lobten die Streckenführung, die ganz ohne asphaltierte Wege auskam. Foto: jok

Avatar_shz von
22. März 2011, 08:06 Uhr

LECK | Über eine sehr gute Beteiligung bei der 85. Internationalen Wanderung freuten sich die Wanderfreunde Leck. 597 kleine und große Leute machten sich an zwei Tagen auf den Weg im Langenberger Forst. "Das waren mindestens 100 Teilnehmer mehr als erwartet", sagte Vorsitzender Roman Reinhardt erfreut über die positive Resonanz.

Die Weichen hatten die Wanderfreunde mit einer perfekten Organisation selbst gestellt: 62 Helfer sorgten für eine "Rund-um-Versorgung" der Wanderer von der Ausarbeitung der Strecke und ihrer Kennzeichnung über den frühlingshaften Schmuck im Start- und Ziellokal, dem Sport- und Jugendheim in Klintum, bis hin zur Verköstigung und dem "Schriftkram". Für die Ergebnisse ernteten die emsigen Mitglieder viel Lob von den Teilnehmern, die größtenteils aus dem gesamten nördlichen Schleswig-Holstein kamen. Das Wetter meinte es gut mit ihnen und verwöhnte die Frischluftliebhaber mit wärmenden Sonnenstrahlen, die sich mit einem leichten Grau abwechselten.

313 Personen schnürten sich am Sonnabend die Schuhe, 284 waren es am Sonntag. Einzeln, in Gruppen oder mit Kind und Kegel streiften sie fünf, zehn oder 15 Kilometer durch den Wald. Bis zu den Fischteichen führte sie die Strecke und über die Petersburg zurück. Die älteste Teilnehmerin, eine 87-jährige Frau aus Joldelund, marschierte mühelos mit, als Jüngste im Bunde schaffte Lene Andres, ganze vier Lenze jung, immerhin fünf Kilometer.

Einigen Wanderern war das nicht genug, sie nutzten das Rendezvous mit der Natur an beiden Tagen. Wie Sabine Ullmann aus Flensburg: "Ich gehe gern allein. Unter freiem Himmel in der Ruhe kann ich meine Gedanken schweifen lassen. Das ist einfach schön." Insbesondere honorierte sie, dass in Leck kein Asphaltlaufen angesagt ist, sondern nur Waldwege gewählt werden.

Als mitgliedsstärkste Gruppen gingen 62 Joldelunder, 51 Lindewitter und 35 Leute aus Tarp auf die Walz. Auf eine Auszeichnung mit Pokalen verzichteten die Wanderfreunde wie seit Jahren und spendeten dafür 150 Euro an die Dänische Schule. Rektor Sven Johannsen dankte für die finanzielle Spritze: "Wir werden damit die Ausstattung unserer Mensa komplettieren".

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen