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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 03:47 Uhr

Auf musikalischer Reise nach New Orleans

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 26.Jun.2016 | 15:39 Uhr

„Are you ready for the Hoochie-Coochie-Man? Are you ready to shake your booty?“, ruft der Sänger in die Menge. Die gut 70 Zuhörer sind es und lassen sich vom ersten Song an begeistern: Zum ersten Mal treten Georg Schroeter und Marc Breitfelder im Leck-Huus auf und liefern Musik nach dem Motto „Bitte einmal New Orleans und zurück“.

Es ist schwül an diesem Abend und die Hoffnung auf einen vollen Saal niedrig. Nicht einmal 30 Karten waren im Vorwege verkauft worden. Der Ansturm auf die Abendkasse freut den Veranstalter. Mit Schwung erklimmen die Musiker die Bühne. Das Duo ist ein Trio: Schlagzeuger Tim Engel unterstützt den Sänger und Könner am Klavier, Georg Schroeter, und den Meister an den Harpes, Marc Breitfelder. Sie kommen aus dem Kieler Raum, spielten just auf der Kieler Woche in der Blues-Night. Ansonsten liest sich die Liste ihrer Auftrittsorte wie eine Reise um die Erdkugel. Die USA haben sie erobert, die nordischen Länder und baltischen Staaten, im Osten waren sie unterwegs, eben überall. Und ausnahmslos haben sie einen guten Ruf hinterlassen, was ein Preis aus den USA dokumentiert. Georg Schroeter und Marc Breitfelder gewannen 2011 den „Internationalen Blues Challange“ in Memphis, dem Mutterland des Blues.

Die Fans dieser Musikrichtung kommen auf ihre Kosten und sparen nicht mit Beifall. „Das tut gut“, bedankt sich Georg Schroeter und kündigt gleich das Paradestück (… extra vor 30 Jahren einstudiert) an. Es geht mit der Dampflok in die weite Welt, in die Mongolei und den Orient, nach Australien und Amerika, Spanien, in die Sowjetunion und heimatlichen Gefilde. Das Spiel auf der Mundharmonika (Harpes) beherrscht Marc Breitfelder perfekt. Bleibt die Frage: Wann atmet der Mann? „Ganz geheim“, schmunzelt der Musiker bei Nachfrage. 40 dieser kleinen Instrumente hat er mitgebracht und nimmt eines vor den Mund für den „Dialog zwischen Mann und Frau“ beziehungsweise Mundharmonika und Klavier. Die Musiker entführen ihre Zuhörer in die Welt des Blues, streuen ein wenig Boogie und Rock ’n’ Roll hinein– das ist die Mischung, die dieses Programm ausmacht. Dazu die sensationelle Blues-Stimme von Georg Schroeter, weich und warm, dann wieder rauchig und erdig.

Diese erinnert ein wenig an den Bluessänger Abi Wallenstein. „Bei dem bin ich in die Schule gegangen“, verrät Schroeter. Eigene Songs (inzwischen 20 CDs) und gecoverte Lieder, denen die Musiker ihren Stempel aufgedrückt haben, gehen unter die Haut und der Rhythmus ins Blut. Manches Mal ist es schwer, ruhig auf dem Stuhl zu hocken. Zum Schluss stehen alle, tanzen und klatschen mit. Klar gibt es eine Zugabe und Lobeshymnen von den Konzertbesuchern. Kerstin Thomsen aus Itzehoe bringt es auf den Punkt: „Das war super!“

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