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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 14:34 Uhr

Auf in die nächsten 50 Jahre

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Erinnerung an legendäre Stoppelfeten und Wattspiele – Landjugend Leck feiert mit 220 Gästen ausgelassen ihr rundes Jubiläum

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 20:09 Uhr

Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens feierte die Landjugendgruppe Leck im Ladelunder Kirchspielkrug ein rauschendes Jubiläumsfest. Dazu hieß die aktuelle „Doppelspitze“ des Ortsvereinsvorstandes, Telse Sievers (Süderlügum) und Mavin Richardsen (Karlum), 220 Teilnehmer willkommen. Viele von ihnen hatten der in der Einladung formulierten Bitte entsprochen, einzelne Fotos oder ganze Alben, Zeitungsberichte oder anderes Material, das wichtige Ereignisse der Vereinsgeschichte dokumentiert, leihweise zur Verfügung zu stellen. Deshalb prangten an den Wänden des Festsaales und des Flures – thematisch geordnet – mehrere Bildersammlungen, die die rege Aktivität der Landjugendgruppe eindrucksvoll aufzeigen.

Dies gilt für Veranstaltungen, Fahrten, für Spiele zu Wasser, im Schlick und auf dem Stoppelfeld genau so, wie für Fahrten und Feste der frühen Jahre. In der Garderobe lagen zahlreiche Zeitungsberichte aus, die bestimmte Vorhaben der Jugendlichen von einst in Worten und Bildern aufzeigten. Durch das zahlreiche Erscheinen von Gründungsmitgliedern und Gruppenangehörigen aus fünf Jahrzehnten ergab sich eine gesunde Mischung aus Jung und Alt, die der Feier gut tat.

Im Rahmen ihrer gemeinsam gestalteten Begrüßungsansprache wiesen Telse Sievers und Mavin Richardsen darauf hin, dass die Landjugendgruppe Leck in Wahrheit noch älter sei als ein halbes Jahrhundert. Man habe sie aber nach einer Phase der Passivität im Jahre 1967 quasi neu gegründet. Darum werde die Jubiläumsfeier zu Recht gefeiert. Auch nutzten sie die Gelegenheit, allen Sponsoren Dank zu sagen, welche die gemeinsamen Aktivitäten der Jugendlichen tatkräftig unterstützt hatten und weiterhin unterstützen werden. Sie hatten auch dafür gesorgt, dass die Festtombola mit zahlreichen Gewinnpreisen habe ausgestattet werden können.

Karl-Richard Nissen, Bürgermeister der Gemeinde Sprakebüll und Mitglied der Landjugend seit der ersten Stunde, meldete sich zu Wort. Er sei gebeten worden, aus dem Leben der Landjugendgruppe zu berichten, was er sodann auch ausführlich tat. Zur Sprache brachte er die ersten Zusammenkünfte der damaligen Jugendlichen, eine hervorragende Teamarbeit des Vorstands sowie diverse Feiern und Busreisen, zum Beispiel nach Finnland und Kärnten, aus denen diverse Freundschaften, vereinzelt sogar Ehen hervorgegangen seien. Unvergessen geblieben sei auch der allseits beliebte Busfahrer Max Ketelsen aus Achtrup. Abschließend verlas Nissen ein Grußwort des Lecker Bürgermeisters Andreas Deidert und überreichte dem Vorstandsteam je ein „Flachgeschenk“ der Gemeinden Leck und Sprakebüll. Der Vorsitzende des Gründungsvorstandes, Hans Johannsen, löste ihn bei den Erinnerungen an „ole Tiden“ ab, indem er eine Brücke schlug von ersten Festen in der Lütjenhorner Kieskuhle bis zu den heute beliebten Stoppelfeten und Wattspielen. Er betonte, durch die Landjugend demokratisches Denken und Handeln gelernt zu haben.

Als der ihm folgende Redner sorgte Hans-Christian Andresen (Sprakebüll) für Heiterkeit, indem er über besonders ausgelassene Feiern berichtete und durchblicken ließ, ein Lecker Landjugendlicher sei einmal in Süddeutschland bei einem missglückten „Fensterln“ per Leiter vor dem Schlafzimmer der Eltern seiner Angebeteten gelandet, worauf diese aber ganz gelassen reagiert hätten. Als weitere in Erinnerung schwelgende Grußrednerinnen schlossen sich Bianca Jacobsen und Inke Kruse (geb. Pinnau) an, bevor Bürgermeister Uwe Matthiesen (Achtrup) die Grüße, guten Wünsche und finanziellen Zuwendungen der umliegenden Gemeinden überbrachte.

Die Hauptgewinner der Tombola freuten sich zum einen über ein Urlaubswochenende am Weißenhäuser Strand, zum andern über je ein Fahrsicherheitstraining für Motorrad und Pkw. Kurz darauf startete DJ Marc aus Karlum Ehrentänze für die Angehörigen des Gründungs- wie auch des derzeitigen Vorstandes, die er mit seiner flotten Musik rasch in Schwung brachte, bevor er die Tanzfläche für jedermann freigab.

Zu vorgerückter Stunde wartete der Festausschuss noch mit einem „interaktiven Sketch“ mit einer spannenden, sehr turbulenten Handlung auf. Bei diesem wurden Gruppen des Publikums angehalten, auf bestimmte Reizwörter lautstark zu reagieren. Ob der fiktive Sachverhalt am Ende tatsächlich aufgeklärt wurde, darf bezweifelt werden, was der Fröhlichkeit der Versammelten aber keinen Abbruch tat.

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