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Regionale Wirtschaft : Auf den Kunden konzentrieren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trotz des großen Felds der erneuerbaren Energien bilden die Kunden mit 75 Prozent das Kerngeschäft der VR Bank Niebüll

Auf der Stirn von Hans-Jakob Paulsen, Aufsichtsratsvorsitzender der VR Bank Niebüll, sucht man vergeblich nach Sorgenfalten. Die Zukunft des Unternehmens bereite ihm keine Angst. Ein Verdienst, das dem gesamten Team gebühre. Es habe mit seinen Leistungen die positive Bilanz bewirkt. „Es macht Spaß, als Aufsichtsratsvorsitzender für eine solche Bank zu arbeiten.“

„Es ist viel los in der Region, wir freuen uns über eine entspannte Risikolage“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Klaus Sievers. Diese hätte zu deutlichen Zuwächsen im Kreditbereich und bei den Einlagen geführt. Dafür seien hauptsächlich umfangreiche Geschäfte im Bereich der erneuerbaren Energien verantwortlich. Die Diskussion in der Politik bezüglich der EEG-Neugestaltung bereite der Bank keine Sorgen, so Vorstandsmitglied Torsten Jensen. „Da sind Fristen buchstäblich vom Himmel gefallen, die für Unsicherheit gesorgt haben.“ Zumal eine Windpark-Planung vier bis sieben Jahre in Anspruch nehme. „Wenn politische Rahmenbedingungen geändert werden, dann wird das zum Problem.“ Dennoch: Windparks werden auch künftig wirtschaftlich errichtet und betrieben werden können, aber mit deutlich geringerem Profit. „Bei der Neukreditvergabe für Windparks haben wir absolut historische Zahlen erreicht, die meisten Ausschreibungen gewonnen“, so Klaus Sievers. Die Auftragslage sei aktuell „unheimlich gut“. 60 Biogasanlagen begleitet die VR Bank Niebüll derzeit. „Für unser Unternehmen ist das nach wie vor ein großes Geschäftsfeld.“ Dennoch: Der Anteil der Erneuerbaren Energien nehme bei den Geschäften der VR Bank Niebüll derzeit etwa 25 Prozent ein. Das Kerngeschäft mache man aber immer noch in anderen Bereichen. „Die Kunden stehen bei uns nach wie vor im Mittelpunkt. Wir haben eine sehr hohe Kreditauslastung.“

490 Einfamilienhäuser hat die VR Bank Niebüll im vergangenen Jahr baulich begleitet. 150 neue Firmenkunden, knapp 1500 neue Privatkunden konnte das Unternehmen 2013 gewinnen. Mitglieder hat die VR Bank Niebüll 2013 stolze 16 965, die Bilanzsumme betrug zum 31. 12. 1,259 Millionen Euro.

Einige Zahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung: Löhne und Gehältern 14,9 Millionen Euro; Steueraufwendungen: 4,2 Millionen Euro, davon 2,2 Millionen Euro Körperschaftssteuer und zwei Millionen Euro Gewerbesteuer; Zinsüberschuss 30,5 Millionen Euro, Provisionsüberschuss 10,8 Millionen Euro. Wenn die Vertreterversammlung am 20. Mai der Gewinn- und Verlust-Rechnung zustimmt, wird ein Bilanzgewinn von 2,5 Millionen Euro zu verbuchen sein, was sich dann auch bei der Dividendenausschüttung bemerkbar machen werde.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf mittlerweile 319 an. 29 Auszubildende starteten ihre Karriere im vergangenen Jahr bei dem Unternehmen. Klaus Sievers: „Das sind ganz tolle junge Leute, die unsere Mannschaft verstärken.“ An Ausbildungskosten fielen im vergangenen Jahr 315 546 Euro an. Geld, das gut angelegt sei, weil die Bank „auf Qualität und Fachkompetenz setzt, damit die Kunden qualifiziert beraten werden“.

„Es war ein erfolgreiches Jahr. Wir sind solide aufgestellt und wirtschaftlich gesund“, schließt Torsten Jensen. „Erwirtschaftet von einer tollen Mannschaft“, ergänzt Klaus Sievers.

 

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erstellt am 14.Feb.2014 | 05:30 Uhr

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