2. und 22.2.2022 : Auch in Südtondern geht der Trau-Termin-Trend zur Schnapszahl-Hochzeit

Author: Annette Riedl
Im Februar dieses Jahres gibt es gleich mehrere Tage, die sich für ein besonderes Hochzeitsdatum eignen, darunter die Schnapszahl-Daten, also der 2.2.22 und 22.2.22. Für beide Daten gibt es in Südtondern bereits Anmeldungen.

Der Februar bietet in diesem Jahr gleich zwei besonders einprägsamen Schnapszahl-Termine für Hochzeiten an. Am 2.2.2022 und am 22.2.2022 wollen auch beim Standesamt Südtondern einige Paare den Bund der Ehe schließen.

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19. Januar 2022, 13:45 Uhr

Der Februar bietet in diesem Jahr gleich zwei besonders einprägsamen Schnapszahl-Termine für Hochzeiten an. Am 2.2.2022 und am 22.2.2022 wollen auch beim Standesamt Südtondern einige Paare den Bund der Ehe schließen.

Der Februar lockt Heiratswillige in diesem Jahr mit gleich zwei besonders einprägsamen Schnapszahl-Terminen. Am 2.2.2022 und am 22.2.2022 wollen auch in Südtondern einige Paare den Bund der Ehe schließen.

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Am 22. Februar gibt es laut Standesbeamtin Josefin Haase derzeit 5 Anmeldungen, für den 2. Februar sind es bislang – ganz passend – 2. „Das bedeutet aber nicht, dass diese Paare dann auch definitiv heiraten“, stellt die Südtonderaner Standesbeamtin klar. Es könne sein, dass sich Paare noch umentschieden und sich wieder abmeldeten, „es können aber auch noch mehr werden“.

Aufgebot ist längst Geschichte

Denn: Das sogenannte Aufgebot, also die öffentliche Bekanntmachung der beabsichtigten Eheschließung muss heute niemand mehr bestellen. „Das Aufgebot wurde bereits 1998 abgeschafft“, erläutert Josefin Haase.

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Heiratswillige müssen also keine Wartefrist bis zur Eheschließung mehr einhalten: Wenn alles passe, wenn alle notwenigen Unterlagen und Urkunden vorlägen sowie ein Standesbeamter Zeit habe, dann könne man theoretisch auch in Südtondern bereits eine Stunde nach dem Termin heiraten. „Das hatten wir gerade erst in der vergangenen Woche“, so die Standesbeamtin.

Auch Trauzeugen sind nur noch Kür

Auch Trauzeugen sind keine Pflicht mehr: „Trauzeugen können, müssen aber nicht dabei sein.“ Diese Variante hätten auch 2021 einige Heiratswillige gewählt: „Wie in jedem Jahr gab es Paare, die sich entschieden haben, allein den Bund der Ehe einzugehen oder nur die eigenen Kinder zu diesem Anlass mitzubringen.“

Insgesamt gab es laut Josefin Haase im vergangenen Jahr 175 Trauungen im Einzugsgebiet des Standesamts Südtondern. „Es waren 40 Trauungen weniger als im Jahr 2020, das mit 215 Trauungen außergewöhnlich hoch frequentiert war.“

Die Mehrheit heiratet in Niebüll

Geheiratet werden kann neben dem Standesamt in Niebüll auch im Leck-Huus, im Charlottenhof in Klanxbüll und im Andersen-Hüs in Risum-Lindholm. „Im Trauzimmer des Standesamtes hat die deutlich überwiegende Zahl an Trauungen stattgefunden. In den drei Außentrauorten haben jeweils rund15 Paare geheiratet.“

Die Corona-Pandemie hatte wie in allen Lebensbereichen auch Einfluss auf auf die Zeremonien. Je nach Zeitraum waren mehr oder weniger strenge Regeln an der Trau-Tagesordnung. „Es wurden mit leichten Abweichungen die Gästezahlen beschränkt (jeweils angepasst an die Raumgröße um die Abstandsregelungen einzuhalten). Die Brautpaare wurden gebeten, Gästelisten mit Kontaktdaten einzureichen“, berichtet Josefin Haase.

Fast ohne Corona-Regeln

Einige Glückliche schwärmen auf Nachfrage auf unserer Facebook-Seite sogar von Trauungen fast ohne Corona-Regeln in Südtondern: Wir haben mit einem Termin Ende September den Monat erwischt, in dem fast alles erlaubt war! Traum-Tag“, teilt ein 2021 Frischvermählter mit.

Aktuell herrscht für alle Beteiligten bei Trauungen rund um das Standesamt Südtondern Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen des Gebäudes. Am Platz im Trauzimmer dürfen die Masken abgelegt werden, der Kuss werde keinem Paar verwehrt. „In der Regel kommen die Heiratswilligen ja aus einem Haushalt“, sagt Josefin Haase trocken.

Heiraten als Grundrecht

Apropos: Auch im Corona-Lockdown sei keinem Paar seitens des Standesamts verwehrt worden, einander das Ja-Wort zu geben. „Die Ehe ist ein Grundrecht“, stellt die Niebüller Standesbeamtin klar. Zurück zu den nahenden Schnapszahl-Daten im Februar, die zum einen leicht zu merken sind, und zum anderen geschrieben hübsch ausschauen, allerdings aber auch auf einen Dienstag (22.2.) und einen Mittwoch (2.2.) fallen.

Der beliebteste Trau-Tag insgesamt ist Josefin Haase zufolge nach wie vor der Freitag, aber es fänden Trauungen an allen Wochentagen statt, an ausgewählten Terminen auch sonnabends. Theoretisch könne ab 8 Uhr morgens geheiratet werden, „aber das wird äußerst selten in Anspruch genommen.“

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