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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:29 Uhr

Leck : Aubrücke wird teurer und kommt später

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

65000 statt 33400 Euro – die Ersatzbrücke über die Lecker Au wird voraussichtlich erst im September fertiggestellt.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2016 | 11:25 Uhr

Die Bürger müssen sich gedulden: Die neue Brücke „Am Audeich“ wird nicht wie erhofft im Juni, sondern erst Mitte September installiert werden. Diese Aussage vom Fachbereichsleiter Udo Schmäschke vom Amt Südtondern auf der Sitzung des Infrastruktur- und Umweltausschusses ließ bei manchen Politikern das Blut hochkochen und das Thema Revue passieren.

Die alte Brücke wurde im Oktober vorigen Jahres wegen Einsturzgefahr gesperrt. Sie diente insbesondere den Menschen im Bereich Kokkedahler Weg als gern genutzter Übergang in die Ortsmitte. Am 21. Januar kam der Abrissbagger und eine Woche später hatten sich die Politiker über einen Ersatz aus Aluminium geeinigt. Allein diese Entscheidung zog schon die Maßnahme heraus, denn von Anfang an hatte man sich gewehrt, das von der Verwaltung vorgeschlagene Modell aus Stahl und Holz zu akzeptieren. Die Politiker wollten mehrere Varianten zur Auswahl haben und die Kosten abwägen. Dann favorisierten sie die Brücke aus Aluminium wegen ihrer langen Haltbarkeit und der verhältnismäßig geringen Kosten von 33  400 Euro. Doch von einigen Ausschussmitgliedern wurde anscheinend nicht bedacht, dass zu dieser Summe Ausgaben für den Statiker sowie Angleichungsarbeiten hinzukommen. Beispielsweise müssen die Fundamente und auch die Wege auf beiden Seiten in der Höhe angepasst werden. Nun wird die Gemeinde um die 65  000 Euro für den Brücken-Ersatz hinblättern müssen – ebenso viel wie die erste Brücken-Variante hätte kosten sollen.

Auf jeden Fall wurde im Februar der Bauantrag gestellt und die Ausschreibung erfolgte Mitte April. Doch die Mühlen laufen langsam. Der Statiker hat seine Auswertung erst jetzt dem Prüfstatiker vorgelegt. Der braucht für seine Auswertung rund vier Wochen, die Produktion der Alu-Brücke dauert sechs Wochen. „Natürlich brauchen Statiker und Baufirma für diese Arbeiten nicht so lange, aber sie sind ausgelastet. Da müssen wir eben warten“, erklärte Udo Schmäschke.

Die Montage der Brücke wird nur einen Tag in Anspruch nehmen. Vorher sollen die Fundamentarbeiten erledigt sein. Bedauert wurde, dass die Brücke voraussichtlich nicht schon am Bürgerfest-Wochenende Anfang September genutzt werden kann.

Bürgermeister Andreas Deidert zog einen Schlussstrich: „Wir müssen daraus lernen und Erhaltungsmaßnahmen in der Gemeinde nicht hinausschieben.“ Schon vor sieben Jahren hätte man den Prüfbericht über diese stark frequentierte Verbindung genauer anschauen und reagieren sollen.

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