Für das Auge : Attraktives Stadtbild als Ziel

Holger Heinke steigt stolz auf eine der Errungenschaften des Verschönerungsvereins.
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Holger Heinke steigt stolz auf eine der Errungenschaften des Verschönerungsvereins.

Zehn Jahre ist der Verschönerungsverein in Niebüll mittlerweile aktiv– und hat noch eine Menge vor.

shz.de von
28. Juni 2018, 06:00 Uhr

Seit zehn Jahren gibt es den Verschönerungsverein Niebüll. Das war der willkommene Anlass für den ersten Vorsitzenden, Holger Heinke, bei der Jahresmitgliederversammlung in Anwesenheit von Bürgermeister Wilfried Bockholt eine Rückschau zu halten. Das Ziel war von Beginn an, Niebüll attraktiver zugestalten – mit kleineren und größeren Maßnahmen und der Unterstützung der Bevölkerung.

„Zum Frühjahrsputz kommen stets etliche Freiwillige, um Müll zu sammeln“, stellte Holger Heinke fest. Gut angenommen wird die Verteilung von Scilla-Blumenzwiebeln beim Tag der offenen Tür im September. Die blaue Blume breitet sich in den Niebüller Vorgärten im Frühjahr aus und ist schon ein Markenzeichen für die Stadt. Seit 2011 wird der „Baum des Jahres“ gepflanzt, dazu gibt es Pflanzungen in Kindergärten. Viel gelobt, gerade auch von auswärtigen Besuchern, werden die „hängenden Blumentöpfe“ an den Lichtmasten. Ein buntes Bild in der Hauptstraße, das sich gut ergänzt zum blühenden Stadtpark. „Die Zusammenarbeit mit den Stadtgärtnern verläuft hervorragend“, bedankte sich Holger Heinke.

So auch bei der Aufstellung weiterer Ruhebänke, die ebenfalls von Touristen sehr geschätzt werden. Weitere Aktionen wie die Säuberung der Wehle, Anschaffung von Aschenbechern im Straßenverlauf, die Renovierung des Kräutergartens, eine Putzaktion zur Niebüll-Messe gehören ebenso zur Leistungsbilanz wie die Aufstellung einer Installation im Stadtpark zum Stadtjubiläum. Als gemeinnütziger Verein darf der Verschönerungsverein auch Spenden entgegennehmen – so bei der Verwirklichung des Projekts Stadt-Tastmodell. Hier gab der Mäzen Klaus Müller eine größere Summe. Er selbst begutachtete den Entwurf noch kurz vor seinem Tode.

Auch die Mitglieder haben einen Vorteil durch ihren Beitrag: So gab es bereits Baumschnittkurse oder Fahrten zur Landesgartenschau. Erfolgreich war auch die Aktion „Plant for the Planet“: Während einer Veranstaltung im Mai erfuhren 27 Kinder aus Niebüll und Umgebung zwischen neun und zwölf Jahren alles Wichtige zum Thema Klimakrise und globale Gerechtigkeit. Momentan plant Holger Heinke noch Standorte für neue Bäume. „Auch die Größe und die Anzahl wird noch überlegt.“ Der zweite Vorsitzende Kurt Heinz Jappsen machte den Vorschlag, drei Bäume am Dreiecksplatz am Hospiz zu setzen. Alternativ würde sich die Wehlenlandschaft anbieten.

„Derzeit denken wir auch über die Anschaffung von mobilen Blumenkübeln nach“, sagte Holger Heinke zu zukünftigen Plänen des Verschönerungsvereins. Mitmachen im Verein kann jeder, die Mitgliederzahl ist seit zehn Jahren konstant. „Natürlich freuen wir uns über neue Gesichter“, so Kurt Heinz Jappsen. Der Vorstand wurde bei der Wahl einstimmig wiedergewählt: Peter Andersen bleibt Kassenwart und Dirk Schmidt übt weiterhin das Amt des ersten Beisitzers aus.


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