Attraktiver für Familien

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Bildungsausschuss debattiert über Ausweitung der Betreuungszeit im Montessori-Kinderhaus

shz.de von
05. Juni 2014, 05:00 Uhr

Das Montessori-Kinderhaus soll länger geöffnet haben. Der Wunsch von Eltern kostet der Gemeinde jedoch rund 22 000 Euro jährlich, beziehungsweise wird anhand der Kindermonate auf die Wohnortgemeinden der Kinder umgelegt. „Das ist viel Geld, erhöht aber auch die Attraktivität des Ortes für Familien mit Kindern“, sagte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur und Sport. Die Politiker stimmten zu. Das letzte Wort hat die Gemeindevertretung.

Zwischen 7 und 14 Uhr werden die Kinder momentan im evangelischen Kindergarten im Gutenbergring betreut. Wie im „Schwalbennest“ soll diese Zeit ab 1. August um drei Stunden, also bis 17 Uhr, ausgeweitet werden. „Der Bedarf ist da, wie Nachfragen und eine Elternbefragung bestätigen“, erklärte Christian Kohnke, Geschäftsführer des Kindertagesstättenwerks Südtondern. Er gab zu bedenken, dass die Gemeinde in der Pflicht sei, bedarfsgerechte Kindergartenplätze bereitzuhalten.

Die verlängerten Öffnungszeiten erfordern mehr Personal und damit Mehrkosten von 38 200 Euro. Einen großen Teil decken Zuschüsse und Elternbeiträge ab, die Gemeinde muss 95 Prozent vom Defizit übernehmen. In der Kalkulation wurde der Elternbeitrag für einen Ganztagesplatz für Kinder über drei Jahren auf 187 Euro und für Kinder unter drei Jahren auf 355 Euro festgesetzt. Letzterer würde für einige Eltern nicht bezahlbar sein, hatten zuvor der Beirat und die Planungsgruppe entschieden und die Kosten auf 300 Euro gedeckelt. Den Rest müsse die Gemeinde übernehmen. Aber auch diese 300 Euro, zumal Verpflegungskosten zusätzlich bezahlt werden müssen, schienen den Ausschussmitgliedern zu hoch: „Das ist happig!“ Vor allem Alleinerziehende könnten diesen Monatsbetrag nicht leisten, meinten sie. Norbert Thomsen (SSW) blickte über den Tellerrand hinaus zu den dänischen Nachbarn und lehnte seinen Vorschlag an deren Beiträge an: „280/290 Euro inklusive Essen.“ Der Bürgermeister orientierte sich an die Beitragshöhe im Waldorfkindergarten und plädierte für 275 Euro Monatsbeitrag (ohne Verpflegung), was dann allgemeine Zustimmung fand.

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