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Asphalt-Mischwerk kommt nicht nach Risum-Lindholm

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Landbesitzer wollen der Firma VAM Baugrund nicht zur Verfügung stellen / Gemeinde hat gut gewirtschaftet

Nach Stadum scheiterte die Vereinigte Asphalt-Mischwerke GmbH & Co.KG (VAM) aus Rendsburg nun auch in Risum-Lindholm damit, ein Zweigwerk zu errichten, von dem aus die nordfriesischen Inseln mit Asphalt versorgt werden sollen. Das Werk sollte in der Nähe des Betonwerks errichtet werden. Wie Bürgermeister Hauke Christiansen in der 12. Sitzung der Gemeindevertretung mitteilte, haben die drei infrage kommenden Landbesitzer abgelehnt, den dafür erforderlichen Baugrund zur Verfügung zu stellen.

Damit sei dieses Thema gestorben, erklärte der Bürgermeister, nachdem auch niemand von den Besuchern der Sitzung Fragen zu dem Asphaltwerk gestellt hatte. Dieses sollte, wie es hieß, jährlich etwa 70  000 Tonnen Asphalt herstellen und würde nur zwischen Mai und November produzieren – von Lärm, Staub und Gerüchen einmal abgesehen. Ein nennenswerter wirtschaftlicher Nutzen sei auch nicht zu ersehen gewesen, fügte der Bürgermeister hinzu.

In der Tagesordnung rückten planerische Entscheidungen in den Mittelpunkt. So wird im Baugebiet 25 an der Kirche eine für Wohnzwecke vorgesehene Teilfläche für den Bau des dortigen Gemeindehauses umgewidmet. Im Baugebiet 26 Brede soll der zweite Bauabschnitt für weitere 22 Baugrundstücke erschlossen und der Straßenzug Steege ausgebaut werden. In Nordlindholm ist ein Streifen entlang der Dorfstraße als Mischgebiet vorgesehen.

Das Haushaltsjahr 2014 endete mit einem zufrieden stellenden Abschluss. Wie Sven Mathiesen (Amt Südtondern) berichtete, wurde ein Jahresüberschuss von 114  000 Euro erwirtschaftet. Am Jahresende standen liquide Mittel von über zwei Millionen Euro zu Buche. Der Schuldenstand belief sich auf eine Million Euro. Die Gemeinde habe „gut gewirtschaftet“, fügte der Bürgermeister hinzu, und könne den Bau des Gemeindehauses sogar aus eigenen Mitteln finanzieren.



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erstellt am 14.Okt.2015 | 11:52 Uhr

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