Pfiffige Idee ! : Appetitverderber

Gerd Iwersen verteilt  nach Schaf riechende Haare auf vereinzelte junge Weißtannen.
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Gerd Iwersen verteilt nach Schaf riechende Haare auf vereinzelte junge Weißtannen.

Um die Jungpflanzen vor hungrigen Rehen zu schützen, hat sich die Mobile Forstwirtgruppe etwas überlegt: Die Fachleute schützen die Terminalknospen im Langenberger Forst, indem sie weiße Wolle vom Schaf um die Bäumchen legen. Auch das Wild hat nun einmal etwas gegen "Haare in der Suppe".

shz.de von
17. Oktober 2013, 08:30 Uhr

Das Haar in der Suppe lässt einen den Appetit vergehen. So ist es nicht nur bei den Menschen, sondern ebenfalls in der Tierwelt: Rehe sind Feinschmecker in punkto Knospen. Doch sie meiden die kleinen Bäumchen, deren Terminalknospen mit weißer Wolle „geschmückt“ sind. Gerd Iwersen (Foto) von der Mobilen Forstwirtgruppe geht derzeit durch den Langenberger Forst und verteilt nach Schaf riechende Haare beispielsweise auf vereinzelte junge Weißtannen. Dieses „Wollen“ ist eine wichtige Arbeit zum Schutz von kleinen Bäumen, die sich selber gesät haben. Den Rehen „schmeckt“ das gar nicht, aber verhungern müssen sie dennoch nicht. „Es bleiben reichlich unbehandelte Knospen über“, meint Gerd Iwersen.

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