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Nordfriesland Tageblatt

18. August 2017 | 00:09 Uhr

Anspruchsvolle Reise durch den Advent

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Auf der Reise durch den Advent“, so lautete das Thema des vorweihnachtlichen Konzertes, mit dem der Achtruper „Martin-Luther-Bläserkreis“ der Kirchengemeinde Leck am Abend des zweiten Adventssonntags unter der musikalischen Leitung von Alexandra Holst in der Achtruper Kirche aufwartete. Die ausgewählten Kompositionen aus fünf Jahrhunderten wurden ergänzt durch die von Ingrid Sievers in mehreren Abschnitten auf der Paschen-Orgel interpretierte Choralpartita „Gelobet seist du, Jesus Christ“ von Georg Böhm, sowie durch dem Anlass der Darbietungen entsprechende Texte, die Pastor i.R. Peter Spangenberg für „seine“ Bläser und deren Zuhörer verfasst hatte.

Er war es, der nach den Sommerferien des Jahres 1987 die Gründung des Posaunenchores durch Dieter Charbon initiiert hatte. Verteilt über alle Stationen der Weihnachtsgeschichte, wurden die Lesungen durch einzelne Bläserinnen oder Bläser einfühlsam vorgetragen. Pastor Peter Janke (Leck) hielt eine kurze Begrüßungsansprache, in der er die Bedeutung der Adventszeit hervorhob, die gefeiert werde, „weil wir uns auf Christi Kommen freuen.“

Ein Blick auf die Bläserrunde spiegelte das Wesen der posaunenmissionarischen Arbeit deutlich wider, bei der alle Generationen – von Großeltern bis zu Enkelkindern – einmütig zum Lobe Gottes zusammenwirken. Denn die jüngsten der Aktiven waren – des Gewichtes der Messinginstrumente wegen – mit einer Plastik- beziehungsweise einer Schlauchtrompete ausgerüstet worden und durften auf diesen in die Gemeindelieder mit einstimmen.

Als erster Bläsersatz erklang eine 1958 von Mathias Nagel komponierte, künstlerisch sehr anspruchsvolle Version des Chorals „Macht hoch die Tür“ einschließlich des zugehörigen Vorspiels. Es folgte der eher schlichte Satz des Liedes „Es kommt ein Schiff geladen“, das vom Publikum mitgesungen wurde. Bei der Begleitung durch die Bläser ließen diese den Cantus firmus mehrere Male zwischen dem Sopran und dem Tenor wechseln, wie dies auch bei den späteren Gemeindeliedern und deren Vorspielen (etwa „Wie soll ich dich empfangen“, „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und „Es ist ein Ros’ entsprungen“) geschah, bei denen zuweilen auch eine Trompeten-Oberstimme jubilierte.

Sich so richtig „zu Hause“ zu fühlen, schienen die Chorangehörigen bei Sätzen weihnachtlicher Lieder von Johann Sebastian Bach, Jürgen Pfiester und dem einstigen „Posaunengeneral“ Johannes Kuhlo. Besondere Glanzlichter des Programms setzten sie mit einer Bearbeitung des Chorals „Wie soll ich dich empfangen“ von Traugott Fünfgeld, einem Liedsatz von Herbert Beuerle („Hört der Engel helle Lieder“) und Variationen über „Tochter Zion“, komponiert von Ludwig van Beethoven. Mit einem triumphal musizierten Satz des Liedes „O du fröhliche“, in den Bläser, Orgel und Zuhörer einstimmten, klang das Konzert fröhlich aus.




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erstellt am 09.Dez.2015 | 00:34 Uhr

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