Anlieger sollen früher informiert werden

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27. Juni 2014, 12:00 Uhr

Eine Straße zu widmen, ist für die Gemeindevertretung ein formaler Akt. Für Anlieger bedeutet das aber bei bevorstehenden Bauarbeiten, dass sie einen Teil der Kosten tragen müssen. Den Wunsch, bereits früher durch die Gemeinde über einen geplanten Teilausbau der Lecker Straße „Am Audeich“ informiert zu werden, äußerte eine Anwohnerin der Lecker Straße während der Sitzung der Gemeindevertretung.

Sie habe erst durch die Ankündigung in der Zeitung erfahren, dass über Widmung und Baumaßnahmen entschieden werde, kritisierte die Bürgerin: „Und das bedeutet für uns ja, dass Kosten auf uns zukommen.“ Im konkreten Fall liegt der Anteil für alle Anlieger laut Robert Mader, Vorsitzender des Infrastrukturausschusses, bei 23 000 Euro. Die Tagesordnung der Sitzungen könnten Bürger dem Lecker Kurier entnehmen, sagte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Für die Gemeindevertretung schon, für die Ausschuss-Sitzungen allerdings nicht, ergab die weitere Diskussion.

Die Gemeindevertreter erwägen deshalb eine Service-Leistung bereits vor Beschluss: Wenn Baumaßnahmen gewidmeter oder zu widmender Straßen in Ausschüssen auf der Tagesordnung stehen, sollen die Anwohner künftig frühzeitig per Brief benachrichtigt werden, damit sie an der Ausschusssitzung teilnehmen können. „Auch wenn wir rechtlich nicht dazu verpflichtet sind, beauftrage ich die Verwaltung, diesbezüglich geeignete Maßnahmen zu prüfen“, sagte Bürgervorsteher Andreas Deidert.

Die Widmung und der Teilausbau wurden anschließend mit vier Enthaltungen beschlossen.

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