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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 19:08 Uhr

Anlage bereits im Bau

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Prospekt-Fertigstellung verzögert sich – Bürger können erst später Anteile zeichnen

von
erstellt am 11.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Was gibt es Neues in Sachen Windkraft? Antworten auf diese Frage gab ein Informationsabend im Stedesander Knopp, zu dem Bürgermeister Stephan Koth eingeladen hatte. Der gute Besuch spiegelte großes Interesse wider. Aus dem Windpark Schnatebüller Koog berichtete Projektleiter Heinz Carstensen, aus dem Störtewerker und Hunnebüller Koog, in dem ein Windpark entstehen soll, Erik Steensen.

Im Schnatebüller Koog, an dem die Gemeinde Stedesand mit zwei und Leck mit fünf Windrädern beteiligt ist, sind zurzeit die beiden Stedesander Mühlen im Bau. Die Situation ist dort insoweit eine „besondere“, als die ersten Anlagen im Bau sind, ohne dass der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für derlei Vorhaben geforderte Prospekt vorliegt.

Wegen zwischenzeitlicher Änderungen hatte sich dessen Fertigstellung verzögert. „Er soll nun spätestens im März vorliegen“, sagte Carstensen. Erst dann haben die Interessenten aus den beiden Gemeinden die Möglichkeit, Anteile zu zeichnen.

Zur Erklärung: Der Bau der sieben Windräder ist mit Kosten von 32 Millionen veranschlagt. 70 Prozent der Kosten entfallen auf die Landeigentümer und das Repowering, 30 auf die Bürger. Vom Bürgeranteil sind zehn Prozent oder rund eine Million als Eigenkapital aufzubringen. Nähere Details stehen im Prospekt, den es noch nicht gibt, obwohl die beiden ersten Anlagen schon im Januar/Februar stehen werden. Den beiden Stedesander Anlagen sollen sich die Lecker Mühlen anschließen, die dem Vernehmen nach noch 2016 fertiggestellt sein werden. Zu dem Schnatebüller Projekt gibt es die Option für vier weitere Anlagen. Doch darüber ist noch keine Entscheidung gefallen.

Im Störtewerker Koog haben sich 20 Landeigentümer zusammengetan, mit der Absicht, einen Windpark mit drei Anlagen zu errichten. Unterstützt werden sie durch ein positives Votum seitens der Gemeinde. Erklärte Absicht der Planer ist ein hundertprozentiger Bürgerwindpark – und zwar ohne Repowering, das im Zuge der Erneuerung der Regionalplanung ausgesetzt ist und damit auch kein begünstigendes Argument für die Errichtung von Windparks ist. Erik Steensen, Geschäftsführer der kürzlich gegründeten Gesellschaft, konnte zu den Plänen im Störtewerker Koog noch keine konkreten Daten und Fakten mitteilen – nur soviel, dass die 20 Gesellschafter die Risiken ihres Unterfangens selbst tragen.  

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