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Angemessene Entschädigung für Wehrführung gefordert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Von Lebensleistung zu sprechen, ist zu früh“, erklärte Bürgermeister Wilfried Bockholt in seiner kurzen Laudatio auf Uwe Mussack. Die Stadtvertretung bestätigte ihn in der jüngsten Sitzung als Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll. Uwe Mussack war bereits im November in geheimer Wahl mit 62 Ja-, drei Nein-Stimmen sowie bei fünf Enthaltungen für eine vierte Amtszeit gewählt worden.

207 Euro beträgt die monatliche Pauschale für den Wehrführer und dessen Stellvertreter einer amtsfreien Gemeinde. Im Falle der Stadt Niebüll sind das derzeit 138 Euro, da Niebüll zum Amt Südtondern gehört und dieses eine Amtswehrführung hat. Das sei rechtlich nicht zu kritisieren, wohl aber inhaltlich, erklärte Wilfried Bockholt. Denn die Beratungsaufgaben der Amtswehrführung in Sachen Brandschutz würden – und das sei keine Kritik an den Amtsträgern – größtenteils durch die Gemeindewehrführung und die Ortswehrführungen übernommen. Die Stadt hat daher beim Landrat des Kreises Nordfriesland eine Ausnahmegenehmigung gemäß § 1 Abs. 3 Entschädigungsverordnung freiwilliger Feuerwehren (EntschVofF) beantragt. Ziel soll es sein, den Wehrführungen und ihren Stellvertretungen eine Entschädigung nach dem Status als amtsfreie Gemeinde zu gewähren.

In der Beschlussvorlage wies der Bürgermeister darauf hin, dass das Haftungsrisiko der Gemeindewehrführung sich seit Einführung der Amtswehrführung nicht geändert habe. „Die Verantwortung der Gemeindewehrführung für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist unteilbar!“ Der nun gestellte Antrag erfolge in Verantwortung gegenüber der Aufrechterhaltung des hohen Standards in Niebüll und in Würdigung des hohen Engagements der Wehrführer. Die derzeitige Entschädigung werde den vielen Aufgaben der Wehrführungen in der Stadt Niebüll als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums, in dem „gut ein Viertel der gesamten Amtsbevölkerung vorzufinden sind“, nicht gerecht.

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erstellt am 23.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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