Südermarsch / Nordfriesland : Angelfreuden - auch im Rollstuhl

Frank Schiefelbein (vorne) testet den neuen Angel-Platz. Foto: Volkert Bandixen
Frank Schiefelbein (vorne) testet den neuen Angel-Platz. Foto: Volkert Bandixen

In Nordfriesland gibt es jetzt vier Plätze für Menschen mit Behinderungen / Einweihung mit Kreispräsident Albert Pahl

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20. Mai 2011, 07:55 Uhr

Südermarsch | Der Vorsitzende des Kreisanglerverbands Nordfriesland, Jürgen Töllner, freute sich über 30 Gäste, die zur Einweihung des kreisweit ersten behindertengerechten Angelplatzes an der Dreisprungwehle erschienen waren. Unter ihnen war auch Kreispräsident Albert Pahl.

Die Einrichtung behindertengerechter Angelplätze sei in Nordfriesland längst überfällig gewesen, so Töllner. Jetzt solle das Projekt, wie bereits in Sachsen-Anhalt, auch hier Schule machen. Der Vorsitzende dankte den beteiligten Institutionen für den nahezu reibungslosen Ablauf - von der Planung bis zur Umsetzung.

Kreispräsident Albert Pahl betonte, dass die Gesellschaft dazu verpflichtet sei, sich für Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Hans Böttcher vom Sozialverband Deutschland, Ortsverband Husum, lobte: "Der Bau der Anlage ist ein wesentlicher Beitrag zur Gleichstellung."

Insgesamt werden vier "Handicap-Angelplätze" in Husums Umgebung errichtet. Wetterbedingt waren die Bauarbeiten im Winter kurzzeitig unterbrochen worden. Das Projekt wird zu 100 Prozent durch die Fischerei-Abgabe gefördert. Rollstuhlfahrer können hier unmittelbar neben dem Angelplatz parken. Der Steg ist mit einem Gefälle von nur 6,5 Prozent möglichst eben. Zusätzlich ist er mit einem stabilen Metallgeländer versehen, das in der Mitte mehrere Lücken zum Keschern aufweist.

Aufgrund der Lage in einem Naturschutzgebiet hatte es zunächst bei der Genehmigung ein paar Probleme gegeben. Letztendlich wurde mit so wenig Beton wie möglich gearbeitet.

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