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Nordfriesland Tageblatt

18. November 2017 | 05:52 Uhr

Angehende Köche aus Frankreich zu Gast

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Azubis aus Nantes schauten auf Sylt und in Bordelum in nordfriesische Profi-Küchen

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 11:27 Uhr

Junge Gäste aus Frankreich gaben sich in den vergangenen Tage buchstäblich die „Türklinke“ zur Stadt Niebüll in die Hand. Neben dem Besuch von Schülerinnen und Schülern des Lycée du Forez aus Feurs in der Nähe von Lyon, die Gäste der Friedrich-Paulsen-Schule waren, waren es neun angehende Köche aus Nantes (Pay de la Loire), die die Bildungs- und Arbeitswerkstadt Südtondern (BAW) für 14 Tage besuchten.

Bei beiden Begegnungen handelt es sich um einen Austausch. In einem Pressegespräch informierte BAW-Chef Hauke Brückner über den Besuch der Cuisiniers – zwei Jungen und sieben Mädchen und allesamt Umschüler. Beiderseits bestand der Wunsch, die unterschiedlichen Bildungsangebote im anderen Land kennen zu lernen. Seitens der BAW ist man durch eine Ausschreibung des „Deutsch-Französischen Sekretariats für den Austausch in der beruflichen Bildung“ (Saarbrücken) auf die Möglichkeit aufmerksam geworden. Französischer Partner ist die „Cap Formation“, der Bildungsträger in Nantes. Den größeren Rahmen dieser Kontakte bildet ein bilaterales Abkommen für die berufliche Aus- und Weiterbildung.

Der Aufenthalt der französischen Gäste hatte nicht nur realen Bezug zum Arbeitsplatz Küche. Durch ihre Vielfalt der gastronomischen Offerten bot die Insel Sylt ein besonderes und ideales Betätigungsfeld. So lernten die französischen Gäste Hotels in Kampen, Westerland und Rantum und das „Norditeran“ in Bordelum kennen – vor allem deren Küchen. Die französischen Austauschschüler absolvierten Kurzpraktika. Gemeinsam mit einheimischen Azubis erlebten auch sie das Bierbrauen, stellten Wurst her und kochten gemeinsam.

In Kürze starten acht Azubis zum Fachpraktiker Küche aus der BAW zu einem dreiwöchigen Gegenbesuch nach Nantes. Diesem Besuch geht eine sprachliche Vorbereitung durch Oberstudiendirektor a.D. Manfred Wissel voraus. In Niebüll logierten die Gäste in der Jugendherberge. Dem Bericht Hauke Brückners zufolge herrschte zwischen Gästen und Gastgebern eine herzliche Atmosphäre. Man lernte mit- und voneinander. So dürfte es auch beim dreiwöchigen Gegenbesuch sein – auch wenn man tapfer gegen die Sprachbarrieren ankämpfen muss. Doch es gibt ja auch viele Gesten, die man besser versteht als jede Sprache.

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