Anerkennung für die „stillen Stars“

Die Gruppe aller am Ehrenamtsabend Ausgezeichneten.
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Die Gruppe aller am Ehrenamtsabend Ausgezeichneten.

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22. Juni 2014, 12:05 Uhr

Im Rahmen des Festes unter dem Motto „Ein Dorf steht Kopf“ der Gemeinde Enge-Sande hatte der SV Enge-Sande von 1959 anlässlich seines 55-jährigen Bestehens zu einem Beisammensein geladen, das ganz der Würdigung des Ehrenamtes gewidmet war.

„Ich bin sehr stolz auf euch, denn ohne euch wäre unser Verein überhaupt nicht lebensfähig“, rief der Vereinsvorsitzende Carsten Lorenzen allen ehrenamtlich Tätigen im Festzelt neben dem Sportlerheim zu und zollte ihnen Dank und Anerkennung. In einem „op Platt“ gehaltenen Grußwortes schloss sich Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen dem Lob seines Vorredners an. „Wat jem för de Verein don, dat leistet jem letzten Endes ok für us Gemeende.“

Diesen Gedanken vertrat auch die Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport, Birte Matthiesen, die ihre Freude über die Anwesenheit so vieler junger Leute zum Ausdruck brachte und allen „Aktivisten“ versicherte: „Ihr seid heute Abend die Hauptpersonen. Denn ohne euch, unsere ,stillen Stars‘, stünde unser Sport still. Ihr stellt eure Zeit für andere kostenlos zur Verfügung.“

Der Vorsitzende des FC Langenhorn, Uwe Giencke, dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit seines Vereins mit dem SV Enge-Sande und erinnerte an das Zustandekommen der Fußball-Spielgemeinschaft.

Nach einem gemeinsamen Abendessen sorgte Eike Carstensen für Heiterkeit, indem sie Wilhelm Busch mit einem sarkastischen Gedicht zitierte, das augenzwinkernd – in den Rat einmündete: „Lass’ das Amt doch anderen Dummen!“

Den total gegensätzlichen Standpunkt vertrat der Vorsitzende des Kreissportverbands Nordfriesland, Günter Fleskes, in seinem Festvortrag. Ein Ehrenamtler sei wegen der Preisgabe von Freizeit und der vielen für andere übernommenen Arbeit keineswegs selbst als „Opfer“ anzusehen, denn durch seine aktive Freizeitgestaltung und freiwillig übernommene Führungsrolle profitiere er selbst am meisten, indem er den Aufbau seiner eigenen Persönlichkeit vorantreibe. Die häufig gehörte Klage, das ehrenamtliche Engagement habe sich gegenüber dem vergangener Jahrzehnte arg verschlechtert, treffe auf Nordfriesland keineswegs zu. Es habe sich nur verändert, indem es sich auf Projekte, Themen und den Lebensraum bezogen darstelle. In Nordfriesland engagierten sich 51 Prozent der Bevölkerung ehrenamtlich. Sie alle sorgten für eine spürbare Steigerung der Lebensqualität.

Ehrungen: Die Ehrenamtsbeauftragte Martina Carstensen zeichnete Monika Petersen für 15-jährige Tätigkeit als Übungsleiterin sowie Mitarbeit im Vorstand mit der silbernen Ehrennadel des SV Enge-Sande aus. Die gleiche Ehrung wurde Gesa Schröder zuteil. Sie kann auf über 15 Jahre der Tätigkeit als Übungsleiterin zurückblicken. Mit der Ehrennadel in Gold wurde Waltraud Ziegenberg für 20 Jahre der Mitwirkung als Übungsleiterin geehrt. Später erhielt sie noch – zusammen mit Doris Brodersen – die silberne Ehrennadel des KSV Nordfriesland. Mit je einem Sonderpreis zeichnete Patrick Gregersen als Vorsitzender des Kreisfußballverbands Nordfriesland Ann Katrin Nesch und Arne Paulsen aus. Erstere erhielt ihn als langjährige Schiedsrichterin, Letzterer als „Mann für alle Fälle“, der unter anderem auch das Sportlerheim bewirtschaftet. Eine spezielle Würdigung wurde abschließend Arne Paulsen, Jan Gregersen und Werner Sörensen zuteil. Sie hatten sich um die Schaffung der Terrasse am Sportlerheim besonders verdient gemacht.


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