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Grenzausstellung : Amtsgebäude als "Kunsttempel"

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Noch bis Ende November sind im Amtshaus in Niebüll 230 Werke dänischer und deutscher Künstler zu sehen.

„Wir wollen mit der hier präsentierten Kunst eine schöne Zeit haben.“ Mit diesen Worten lud Amtsvorsteher Peter Ewaldsen Bürger aus der Stadt und dem Umland zum Besuch der 3. Grenzausstellung ein, die bis Ende November im Niebüller Amtsgebäude zu sehen ist. Hier stellen Künstler aus dem deutsch-dänischen Grenzland 230 Werke aus. Die Ausstellung kann Montag bis Freitag von 8 bis 12 und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr besucht werden.

Zur Vernissage kamen überraschend viele Besucher von jenseits der Grenze nach Niebüll. Folgerichtig entbot ihnen Gastgeber Ewaldsen namens des Amtsdirektors Otto Wilke einen Willkommensgruß in ihrer Sprache. „Ich habe bei Ausstellungen wie der jetzigen noch nie eine solche Vielfalt von Kunst gesehen“, blickte er in die Runde, in der Skulptur, Keramik, Weberei, Bildhauerei, Glasarbeiten und allen voran Malerei in allen gängigen Techniken vertreten waren. Auffällig war dieses Mal die deutliche Dominanz der dänischen Seite.

Ewaldsen ließ anklingen, dass das Amtsgebäude allmählich zu einem „Kunsttempel“ mutiert. Womit er auch andeutete, dass öffentlichen Gebäuden diese Rolle gut zu Gesicht stehe. Bereits bei der Umwandlung des ehemaligen Landratsamtes zum Amtshaus habe er darauf bestanden, in den Fluren Bilderleistungen zur Hängung von Malerei anzubringen. Den Kunstfreunden der Region empfahl er, für den Besuch der Ausstellung genug Zeit mitzunehmen. „Ich hoffe, dass viele Menschen ins Amt kommen, um diese Farbenvielfalt zu erleben.“ Den dänischen Künstlern dankte er, „dass sie bereit waren mitzumachen“.

Der Name „Grenzausstellung“ gewinne an Bedeutung. Diese Ansicht vertrat die Organisatorin der Ausstellung Karin Lorenzen. Die dänische Journalistin ist am Künstlerhaus Skærbæk tätig und für dessen Aktivitäten in Sachen Kunst verantwortlich. „Wir wollen das Grenzgebiet auch für den Tourismus öffnen und den an Kunst interessierten Gästen die Möglichkeit bieten, Qualität zu erleben.“ Die Idee, Kunst und Kultur über die Grenzen zu transportieren bestehe seit vielen Jahren – und füge sich neuerdings in Förderprojekte der EU wie „Interreg IV“ ein. Kunst sagte sie, sei auch als Aufforderung zu sehen, sich zu engagieren und Stellung zu beziehen. „In diesem Fall hier ist die Kunst ein grenzüberschreitendes und verbindendes Element.“

Deutscherseits dankte der in Klanxbüll lebende Maler Klaus Mussolf dem Amt Südtondern in dessen Rolle als Gastgeber und für organisatorische Hilfen. „Doch ohne Karin Lorenzen wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Mit dem Blick nach Brüssel fügte er hinzu: „Sie weiß ja auch, wo es Geld gibt.“

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erstellt am 25.Okt.2014 | 08:45 Uhr

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