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Amtsausschuss: Schulsozialarbeit weiter fördern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Amtsvorsteher Peter Ewaldsen sagte es klar und deutlich: „Die Schulsozialarbeit ist nicht mehr wegzudenken. Alle Schulen sind darauf angewiesen.“ Sie hat aber auch ihren Preis, für den die Schulträger im Bereich des Amtes Südtondern weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch den Bund oder das Land angewiesen sind. Das machten die Mitglieder des Amtsausschusses in einer Resolution deutlich.

Der Bund hatte die Schulsozialarbeit aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für drei Jahre mit 50 Prozent gefördert. Diese Förderung läuft zum Ende des Schuljahres 2014 aus. In der Resolution fordert der Amtsausschuss nun alle Entscheidungsträger in Land und Bund auf, „die finanzielle Förderung einer breit angelegten Schulsozialarbeit über das Schuljahr 2013/2014 hinaus verlässlich und dauerhaft sicherzustellen“. Die Amtsausschuss-Mitglieder begründen ihre Forderung damit, dass die Schulsozialarbeit aus dem Umfeld der Schule nicht mehr wegzudenken sei. Sie eröffne insbesondere auch Kindern aus bildungsfernen und sozial schwachen Haushalten einen besseren Zugang zu Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Eine Weiterführung der zwischenzeitlich gut etablierten und effektiven Arbeit zum Wohle der Kinder sei nur mit einer weiteren finanziellen Unterstützung des Landes oder Bundes möglich. Die Schulträger und Gemeinden seien bereit, auch weiterhin einen Anteil an den Kosten zu tragen. Sie seien jedoch nicht in der Lage, die Gesamtfinanzierung zu übernehmen.

Die Notwendigkeit der Schulsozialarbeit auf der einen, die Kostenproblematik auf der anderen Seite wird auch in einem Beschluss des Amtsausschusses zur unbefristeten Fortführung der Schulsozialarbeit an der Friedrich-Paulsen-Schule deutlich. Das Amt ist Träger des Gymnasiums. Der Beschluss, das hatten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses vorab in ihrer Empfehlung deutlich gemacht, sei keineswegs eine Akzeptanz der wegfallenden Bundesmittel. Vielmehr solle damit den Beschäftigten der Schulsozialarbeit signalisiert werden, dass ihre Arbeit akzeptiert und anerkannt ist. Der weiteren Finanzierung über den 31. Juli hinaus wird nun zwar zugestimmt, aber mit einem Sperrvermerk im Haushalt, der nur durch eine erneute Beratung im Haupt- und Finanzausschuss wieder aufgehoben werden kann.

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