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Online-Bücherei : Am elektronischen Puls der Lese-Zeit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Leser können jetzt E-Books per Internet ausleihen: Die Büchereien Niebüll und Leck haben sich der „Onleihe zwischen den Meeren“ angeschlossen

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 05:15 Uhr

„Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“ Diesen markigen Spruch aus dem Wirtschaftsjahr 2010 stellte Niebülls Büchereichef neben eine Neuerung aus dem Bücherwesen, die er zusammen mit seiner Lecker Kollegin Berit Laufer – beide unterstützt von Büchereiassistentin Anett Petersen – vorstellte.

Es handelt sich um die ab Beginn dieses Monats den Lesern angebotene „Onleihe zwischen den Meeren“. So heißt ein neues Ausleihsystem, dem sich 30 Büchereien aus dem Lande angeschlossen haben, darunter auch die Büchereien Niebüll und Leck, die zu den heute 82 Stand- und Fahrbüchereien gehören, die – siehe oben – dem Trend der Zeit Tribut zollen, um am Puls der Leser zu bleiben. Zu den Begriffen. Das Kunstwort „Onleihe“ setzt sich zusammen aus „online“ und „leihen“. Es bezeichnet die Form des Entleihens von Büchern. Doch man geht, wenn man sich für dieses Entleihsystem entschieden hat, nicht mehr zur Bücherei, sondern bedient sich zum Entleihen eines Buches des Internets. Und: man liest dann nicht mehr in einem Buch, sondern im „E-Book“. Das ist eine elektronische Datei, die wie ein Buch gelesen wird. Das elektronische Buch hat den gleichen Inhalt wie das gedruckte Buch.

Die neue Entleihalternative ersetzt den Gang zur Bücherei. An allen sieben Tagen der Woche und rund um die Uhr kann sich der Leser jetzt sein Buch für einen begrenzten Zeitraum (zurzeit für zwei Wochen) auf seinen Computer, seinen e-Book-Reader oder ein anderes kompatibles mobiles Gerät herunterladen. Nach Ende der Leihzeit steht das Medium dem nächsten Leser zur Verfügung. Und: zur Rückgabe braucht man nichts zu unternehmen.

Auf Wunsch stellen beide Büchereien auch so genannte E-Book-Reader zur Verfügung, von denen in der Bücherei Leck vorerst zwei und in Niebüll neun zur Verfügung. Zieht man ein eigenes Gerät vor, kostet es etwa 100 Euro. Voraussetzung für die Teilnahme an der Onleihe ist, das man (für 20 Euro jährlich) Büchereikunde sein muss. Das ist man mit dem Leserausweis. Für die elektronische Ausleihe ist neben dem Internetzugang auch ein Passwort vonnöten – in der Regel die ersten vier Buchstaben des Nachnamens.

Ein E-Book ist um 10 bis 30 Prozent günstiger als ein gedrucktes Buch. Auch für e-Books gilt, dass deutschsprachige Literatur bundesweit gleichviel kostet. Weitere Informationen gibt es über das Internet unter www.onleihe.de/sh. Ronald Steiner, Berit Laufer und Anett Petersen unisono: „Die elektronische Datei E-Book ist schnell zu beschaffen. Das Gerät zum Lesen, der E-Book-Reader mit 1000 Büchern wiegt nur 200 Gramm. Wer es mit den Augen hat, kann die Schrift vergrößern. Allerdings muss das neue Lesen erlernt werden. Doch ist man erst drin, hat man im Bücherregel viel Platz für andere Dinge.“

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