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„Am Audeich“: Alternativ-Brücke in der Kritik

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Eigentlich sollte auf der Gemeindevertretersitzung nur grünes Licht für den Abriss der Brücke „Am Audeich“ gegeben werden. Doch die Gemüter kochten hoch, weil den Politikern die bürokratischen Mühlen zu langsam mahlen und noch nicht in Sicht ist, wann eine neue Brücke installiert werden kann.

Seit Mitte Oktober ist die Brücke über die Lecker Au, die den Ortskern mit dem Gebiet Kokkedahler Weg verbindet, gesperrt. Ein vereidigter Sachverständiger hatte den Übergang untersucht und aus Sicherheitsgründen die konsequente Schließung für alle Verkehrsteilnehmer gefordert. Da nach wiederholter mutwilliger Entfernung der Sperrvorrichtung dies nicht mehr sicherzustellen war, soll die Brücke unverzüglich abgerissen werden. Das kostet rund 10  000 Euro.

Parallel zum Abriss wollten die Politiker eigentlich eine neue Brücke ausgesucht und bestellt haben. Bisher lag von der Verwaltung jedoch nur ein Brücken-Modell vor. Dabei handelt es sich um eine Holzbrücke mit Eisenträgern als tragendes Element. „Mit dem kann ich mich gar nicht anfreunden“, sagte beispielsweise Jürgen Daniel (UWL). Er monierte die Standfestigkeit und die zu geringe Haltbarkeit der Holzbrücke, die außerdem leicht beschädigt werden könne. Einige Gemeindevertreter stimmten dem zu und möchten die Wahl zwischen mehreren Brücken-Varianten haben. Das bedeutet jedoch weitere Sitzungen des Fachgremiums und der Gemeindevertretung. Im Dezember stehen allerdings keine Sitzungen mehr auf dem Plan. Eine mögliche Beauftragung könnte daher erst im Februar 2016 erfolgen. Damit wollten sich andere Politiker nicht zufrieden geben. „Das dauert zu lange“, meinte unter anderem Roland Mader (CDU). Ingo Scholz (CDU) sprach sich für einen Vorratsbeschluss aus, der es der Verwaltung ermöglicht, über die neue Brücke zu entscheiden, sobald weitere Alternativangebote geprüft wurden. Dem wurde entgegen gehalten, man könne spontan erforderliche Sitzungen auch noch in diesem Jahr einberufen.

Auf Letzteres verständigten sich die Politiker. Einig waren sie sich auch, dass künftig nur eine Fußgänger- und Fahrrad-Brücke über die Au führen wird. Die Kosten werden zwischen 60  000 und 80  000 Euro angesetzt.

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erstellt am 01.Dez.2015 | 00:33 Uhr

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